Freundschaftsseminar mit Miles Kessler und Thorsten Schoo


In 10 Tagen, am Wochenende vom 09.-11.Dezember, beginnt hier im Seishinkai Frankfurt das Freundschaftsseminar unter der Leitung von Miles Kessler und Thorsten Schoo mit dem genialen Arbeitstitel - Be two, move as one!
Die voran gegangenen Freundschaftsseminare waren alle jeden Besuch wert. Das besondere neben der kooperativen Leitung durch einen Gastlehrer gemeinsam mit Thorsten ist auch die zuverlässige Zusammenkunft mehrerer Leute aus verschiedenen Dojos. Und zuguterletzt ist nicht zu vergessen, dass diese Lehrgänge auch Themenlehrgänge sind. Das Thema dieses Lehrgangs ist ein ganz besonderes mit unglaublich viel Weite. Be two, move as one...
Mir gefällt, dass es zum einen andeutet, dass wir vermutlich mit unserer Fähigkeit zur Verbindung, mit musubi, arbeiten werden. Zugleich wird aber auch deutlich, dass wir an der Vereinigung von Gegensätzen arbeiten werden. In Verbindung sein, zu zweit bewegen, als sei man nur eins und sich darin dennoch nicht verlieren... Es erinnert mich auch an die Prinzipien, denen wir im intensiven Budo-Studium begegnen - Bewegung und Stille sind Eins, Ura und Omote sind Eins, Angriff und Verteidigung sind Eins.... und so weiter.
Nun ja. Sicher habt Ihr Eure eigenen Vorstellungen.
Ich bin auf jeden Fall schon ganz gespannt und voller Vorfreude. 
Ich hoffe, ich sehe Euch auch dort!
Und damit das auch klappt, falls Du Dich jetzt noch ganz kurzfristig entschieden hast teilzunehmen, findest Du hier den Link zur Ausschreibungsseite. Du kannst übrigens auch zu Einzeleinheiten kommen. Also, bis dann!
Mirjam

Anfängergeist und Atmen unter Stress


Das kommende Wochenende, vom 19. und 20. November 2016, bekommen wir die ungewöhnliche  Gelegenheit einmal Aikido und Systema quasi im Doppelpack zu trainieren.

Am Samstag beginnt dieses Wochenend-Angebot mit einem Aikido-Lehrgang zum Thema "Shoshin - mit Anfängergeist üben".
Anfängergeist ist ein populäres Stichwort in Budo- und Buddhistischen Kreisen und wird vielfach stark verklärt. Eine sehr grundlegende Einstellung wird dadurch unnötig entrückt. Warum sich also einer Idee nicht einfach nur durch Trainieren nähern? Es muss nichts besonderes getan werden. Man kann sich einfach öffnen, die mitgebrachten Vorstellungen beiseite legen und neugierig und aktiv, mit ganzem Herzen, dabei sein.
Der Lehrgang wird von Thorsten Schoo geleitet und ist für alle Aikidoka aller Niveaus und auch für Interessenten geeignet.

Hier geht's zur Ausschreibung:
http://docs.seishinkai.eu/Aikido_shoshin.pdf

Am Sonntag können wir im Rahmen eines Systema-Trainings unsere Erfahrung zum Atmen im Kämpfen, bzw. Atmen unter Stress erweitern. Ein gute Portion vom selben Geist, den wir am Samstag schon kennen gelernt haben, wird in dieser Einheit sicherlich hilfreich sein. Auch dieses Training findet unter der Leitung von Thorsten Schoo statt.

"Aufgrund vieler Nachfragen habe ich mich entschlossen, noch einmal ein Atem Seminar anzubieten, diesmal mit einem etwas anderen Schwerpunkt - “Atemtechniken im
Kampf“. Gemeint ist hier der psychische Stress, den der Kampf in der Regel erzeugt.
Mithilfe unserer sehr sicheren Trainingsmethode im Systema werden wir uns nicht in
Gefahr bringen, wohl aber im Kontakt mit der psychischen Energie sein.
Insofern ist dieses Seminar auch für Systema Anfänger geeignet, das Stresslevel
wird von jedem selbst festgelegt.
Da die Arbeit dennoch sehr anspruchsvoll ist, werden wir uns im Abschluss auch ein- gehender mit der Massage beschäftigen. Das Seminar ist deswegen auf eine Länge
von 4 Stunden angesetzt."


Die Ausschreibung findet Ihr hier:
http://docs.systemaschule.de/2016_Intensiv_November.pdf


Neulich im Morgentraining ...



Danke für die Aufnahme und Bearbeitung, Derek!

Centered under pressure - ein Aikido-Wochenendseminar in Uster (Schweiz) unter der Leitung von Patrick Cassidy und Thorsten Schoo



Im Kreis der Community um Patrick Cassidy und Aikido unlimited (Peter Fankhauser und Julia Geissberger) am Wochenende vom 16. bis 18. September in Uster (Schweiz) an dem dreitägigen Labor unter dem Titel "Centered under pressure" teilzunehmen, war bereichernd und erfüllend.

Wir sind mit allen  Teilnehmern an diesem Wochenende kontinuierlich verbunden.

Im Verlauf des Seminars erkunden wir unsere Fähigkeit in Verbindung zu gehen, unsere Wahrnehmung über den körperlichen und emotionalen Raum hinaus zu erweitern.
Konfliktfreie Enfaltung, in der das Ganze mehr ist als die Summe der Individuen.
Trotzdem wird das Eigene, die Indivudualität nicht in Frage gestellt!

In einer ungewöhnlichen Offenheit für den Prozess sind alle Schranken geöffnet, um in der Erfahrung mit allen gemeinsam im selben Boot zu sein. Zugleich ist das Geschehen niemals orientierungslos, haltlos oder chaotisch. Ganz im Gegenteil.

Wir erleben wie Thorsten und Patrick die Grenzen zwischen Lehren und Lernen selbstbewusst und offen auflösen; wie sie sich selbst als Erkundende in den Raum stellen. Es ist ein sehr reifer Vorgang, schlicht und empfänglich für das, was entsteht.

Häufige Highlights sind auch die Situationen, in denen wir in wenigen Einzelpaaren trainieren dürfen unter den Blicken aller anderen Teilnehmer, ähnlich wie im Seishinkai Boot.
Jeder ist  Zeuge und Akteur zugleich! Sowohl das Trainieren unter den Blicken der anderen, wie auch das Erleben und Bezeugen der anderen Trainingsprozesse verändert auf wunderbare Weise die gesamte Qualität des Trainings. Ich liebe es. Es macht lebendig, macht die Begegnung echt und ehrlich. Wir halten und tragen uns gegenseitig.

Es gibt Momente gemeinsamen Spiels ebenso wie eine an den bekannten klassischen Schulunterricht erinnernde Situation mit einem Lehrer an der Tafel und den antwortenden Schülern gegenüber. Patrick spricht jedoch in dieser Einheit beherzt abwechselnd unsere Sinne, unser Handeln und dann wieder unseren Verstand an, um die qualitativen Unterschiede der Reiche des Geistes, des Herzens und des Körpers auszuloten.

In den Momenten der Reflexion hungere ich jedesmal aufs Neue nach der Erkundung in körperlicher Bewegung, während ich zugleich anerkennen muss, dass dies in der gesuchten Form erst möglich wird, nachdem die Ansprache an die intellektuellen, ordnenden Kräfte stattgefunden hat!

Körper, Herz und Geist – und dann endlich! die Integration aller drei Aspekte in Eins.

Die auf dem Seminar verbrachte Zeit war gelebte Zeit, intensiv, lebendig, stärkend. Die Reise war eine Reise nicht nur in der physischen Welt, von Ort zu Ort, sondern auch in den heiligen und heilenden Raum des Aikido als Weg.

Ich hoffe, dass ich diese Wahrnehmung über das Erlebte mit den anderen Teilnehmern und mit den Veranstaltern teile, und dass dieser Bericht auch unter meinen hiesigen Aikido-Freunden die Lust weckt auf ein nächstes Seminar dieser Art! Auf die Lust, für ein Voranschreiten auf dem umfassenderen, globalen Weg die Mühe des kleineren Weges, die Überwindung einer Strecke von ein paar Stunden Anfahrt auf sich zu nehmen.

Möge sich erneut die Gelegenheit für solch ein Labor ergeben,
und einen herzlichen Dank an alle neu gewonnenen Weggefährten!

Mirjam Fischer, Frankfurt