Jo-Jutsu

Dienstag        19.45-21.15, Anfänger, Raum II (Budo Essentials, auch Atmung, Kontakt und Messer)
Donnerstag    18.00-19.00, Fortgeschrittene, Raum II

Der Seishinkai Stockkampf entwickelt sich aus dem direkten Kontakt am Körper.

Wir arbeiten mit weichen Griffen und der flüssigen Bewegung, so wie es in den Grundlagen unterrichtet wird.

Durch einen harten Griff und feste Schultern wird man zu mechanisch und berechenbar für den Gegner. Gewonnen hat man, wenn man den Ursprung der Stockbewegung "lesen" lernt.

Im korrekten Jo-Jutsu entsteht der "floating style", ein feines, fließendes  Bewegen des Körpers mit dem Stock als Empfänger. Nicht gegen, sondern mit der Kraft gehen!


Es gibt 4 Stufen des Trainings:

Stufe 1:
-  passiver Kontakt mit dem Stock (mit dem das Körperbewusstsein „aufgeladen“ wird)
-  aktives Führen des Stocks im „Wirbel“ (ein- oder zweihändig)

Stufe 2:
-  Überführen der freien Stockbewegung in den präzisen Angriff.
Dabei kommt es v.a. darauf an, dass der Fluss der Bewegung im Angriff nicht unterbrochen wird. Das Bewegen auf dieser Trainingsstufe fühlt sich oft an wie ein „Tanzen mit dem Stock“.

Stufe 3:
-  freies Bewegen und Angreifen von zwei oder drei Partnern.
Die Aktionsräume überschneiden sich – doch die Waffen berühren sich NICHT. Eine spektakuläre und zugleich ungefährliche Trainingsmethode, die das Raumgefühl entwickelt.

Stufe 4:
-  freies Arbeiten mit vollem Kontakt.
Zunächst wird "Holz an Holz" gearbeitet, dann mit möglichem Abschluss am Körper. Um bis zu dieser Stufe vorzudringen, muss der Jo-Jutsuka die Stufen 1-3 aktiv beherrschen.


Schwerpunkte des Trainings sind:
* Griffschule
* Grundpositionen und Übergänge
* einhändige Stockführung
* zweihändige Stockführung
* Schlagtraining
* Kontakttraining
* Ausweichen und Stock abnehmen
* Stock gegen Stock
* Stock gegen Schwert

Wenn man die Möglichkeiten des Seishinkai Jo-Jutsu ausschöpfen will, ist es empfehlenswert, zusätzlich für sich alleine zu üben. Der Stock ist eine ja auch eine ideale Waffe für das Solo-Training, im Park, zu Hause oder auf Reisen.

Für Männer und Frauen ab 16 J. geeignet. Zusätzlich zum wöchentlichen Training werden einschlägige Intensivworkshops angeboten.

Zur Klärung weiterer Fragen lesen Sie nach unter FAQ ...

Ken-Jutsu, Schwerttraining

Montag           20.15-21.15, Anfänger, II
Mittwoch        19.15-20.15, Fortgeschrittene, II

Das Schwerttraining im SEISHINKAI entwickelt vor allem einen starken Geist und die Ruhe im Kampf.

Wir unterrichten die jahrhunderte alte Kashima no tachi (Schwertschule aus dem Kashimaschrein).

Thorsten Schoo ist vom Shiseikan Dojo in Tokio und Inaba Sensei autorisiert, Ken-Jutsu zu unterrichten.

Das Training gliedert sich in 4 Stufen:

Stufe 1: Atem- und Ki in Grundschlägen
Langsame Arbeit, in der der Atemrhytmus das Schwert führt. Körper und Geist werden beruhigt, die Gedanken werden konzentrierter.

Stufe 2: Suburitraining
Suburis sind Grundschläge und Kombinationen von Grundschlägen, die schneller und mit Kiai (explodierendes Ki) ausgeführt werden. Das Training bewirkt geistige Ausdauer und löst noch bestehende Verspannungen.

Stufe 3: Katatraining
Katas sind fest geschriebene Bewegungsabläufe von Angriff und Verteidigung, die sich über die Jahrhunderte aus den realen Erfahrungen der Kämpfer der Kashima Schwertschule entwickelt haben. Es gibt insgesamt 5 Serien der Kashima shin ryu mit insgesamt 40 Katas. Höchste Präzision, Explosivität, Geschmeidigkeit und innere Ruhe sind erforderlich!

Stufe 4: Applikation
Anwendung der erlernten Katas aus Stufe 3 in neuen Situationen. Diese Stufe ist den sehr erfahrenen Ken-Jutsukas vorbehalten und wird nicht im wöchentlichen Training, sondern auf Speziallehrgängen angeboten und studiert.

Schwerpunkte des Trainings sind:
* Atmung und Entspannung
* Korrektes Führen des Schwertes
* Schulung Grundangriffe
* Distanztraining
* Reaktionstraining
* Alle 5 Serien Kashima Ken-Jutsu
* Applikationen der Kata
* Einzeltraining

Für Männer und Frauen ab 16 J. geeignet. Zusätzlich zum wöchentlichen Training werden einschlägige Intensivworkshops angeboten.

Zur Klärung weiterer Fragen lesen Sie nach unter FAQ ...

Budo Essentials, Grundlagentraining


Montag, 19.15 - 20.30 Uhr, Anfänger, Raum I *
Dienstag, 19.45 - 21.15 Uhr, Anfänger und Fortgeschrittene, Raum II
Mittwoch, 20.15 - 21.30 Uhr, Fortgeschrittene, Raum II *

* Die Teilnahme am Budo Essentials Kurs berechtigt an diesen Tagen auch zur Teilnahme an den Systema Kursen, die speziell auf die Bedürfnisse des Grundlagentrainings abgestimmt werden.


Im Grundlagentraining gehen wir tiefer in Teilbereiche des Kämpfens hinein, als es im normalen Aikidotraining möglich wäre. Unterrichtet werden Atmung, Haltung, Kontakt, flüssige Bewegung und Geschmeidigkeit des Körpers.

Die
Budo Essentials sind deswegen nicht nur für Anfänger, sondern auch für fortgeschrittene Kampfkünstler interessant. Wenn Sie ein breites allgemeines Training und einen effektiven physischen Workout schätzen und Sie Ihre Körperintelligenz mit einfachen Übungen aufbauen wollen, sollten Sie die Grundlagen besuchen. Viele der Übungen können Sie auch zu Hause oder auf Reisen ausführen.


Schwerpunkte des Trainings sind:
* Atmung (in Ruhe und im Stress)
* Haltung
* Dehnung
* funktioneller Kraftaufbau
* Kondition
* Diverse Fallschulen
* korrektes Schlagen
* korrektes Treten
* Bewegung am Boden
* Umgang mit Stock und Messer


Für Männer und Frauen ab 16 J. geeignet. Zusätzlich zum wöchentlichen Training werden einschlägige Intensivworkshops angeboten.

Zur Klärung weiterer Fragen lesen Sie nach unter FAQ ...

Seishinkai Kinder Aikido

Wir berücksichtigen

in allen Kursen den individuellen Entwicklungsstand Ihrer Kinder,

um ihnen dabei zu helfen, das zu entwickeln, was in ihnen steckt.


*  Ein Trainer für max. 10 Kinder
*  Unterricht nach SEISHINKAI-Standard
*  Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch

Fragen zu unserem Kindertrainig?Sie können sich direkt an unsere Kinderlehrerin Frau Karolina Seibold wenden:

Email: karolinaseibold@seishinkai.eu oder frankfurt@seishinkai.eu
Mobiltelefon: 0152-21608454

SEISHINKAI Kinder Aikido 4 bis 5 Jahre

Montag 17.00 - 18.00 Uhr
Freitag 15.00 - 16.00 Uhr



Die Kleinsten lernen zunächst einmal, dass sie auch ohne Mama und Papa schwierige Situationen meistern können. Die Eltern können anfangs beim Training zuschauen. Die "Minis" sind gar nicht so mini, sondern erlangen im sicheren Spiel schon deutlich mehr Selbstbewusstsein.

Wir berücksichtigen in allen Kursen den Entwicklungsstand und die unterschiedlichen Interessen der Kinder und Jugendlichen.
*  Ein Trainer für max. 10 Kinder
*  Unterricht nach SEISHINKAI-Standard
*  Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch

SEISHINKAI Kinder Aikido 6 bis 10 Jahre

Dienstag         16.00-17.00, Raum I
Mittwoch        17.00-18.00, Raum I
Mittwoch        17.00-18.00, Raum II
Donnerstag   17.00-18.00, Raum II
Freitag             16.00-17.00, Raum I
Freitag             16.00-17.00, Raum II



Wir bewegen uns nicht mehr ausschließlich auf einer spielerischen Ebene. Die "Samurai Tugenden" - praktisch erfahrene Werte wie Fairness, Respekt, Höflichkeit u.v.m - werden diskutiert. Wer will, kann die ersten Gürtelprüfungen machen. Die Kindergrade werden später angerechnet.

Wir berücksichtigen in allen Kursen den Entwicklungsstand und die unterschiedlichen Interessen der Kinder und Jugendlichen.
*  Ein Trainer für max. 10 Kinder
*  Unterricht nach SEISHINKAI-Standard
*  Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch

SEISHINKAI Kinder Aikido 10-13 Jahre

Montag           18.00-19.00, Raum II
Mittwoch        18.00-19.00, Raum II
Freitag            17.00-18.00, Raum II



Die Kinder dieser Altersgruppe lernen gerne die Formen, dementsprechend ist der traditionelle Teil japanischer Kampfkunst größer. Neben der Technik spielt auch der Aufbau von Kondition (körperliche und geistige Ausdauer) eine wichtige Rolle. Wir wollen den Kindern möglichst viel geordnete Körperintelligenz mit in die Pubertät geben.


Wir berücksichtigen in allen Kursen den Entwicklungsstand und die unterschiedlichen Interessen der Kinder und Jugendlichen.
*  Ein Trainer für max. 10 Kinder
*  Unterricht nach SEISHINKAI-Standard
*  Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch

Wandel und Kontinuität - Alles Gute zum Neuen Jahr !

Ein Jahr ist zu Ende - Zeit und Anlass, uns allen Gesundheit, Inspiration und Erfolg für das kommende Jahr zu wünschen!  In 2011 hat sich in den SEISHINKAI Dojos sehr vieles getan,. In der Tat ist so viel an guter Arbeit und positivem feedback geschehen, dass an einer anderen Stelle (im Jahresbericht) davon die Rede sein wird.

In der SEISHINKAI Gruppe wie in den einzelnen Dojos selbst gab es viel Wandel und Kontinuität. Olaf Marshall in Ulm hat neue Räume gefunden, Markus und Annette Röllig in Offenbach sind in neue Räume eingezogen. Eric Steeves in Freiburg nimmt in einer Kampfkunstschule nun offiziell seine Arbeit auf. Hans-Werner Pitsch in Vluyn hat auch Räume gefunden und beginnt im Januar 2012 mit seinem Unterricht. Euch allen Alles Gute und besonders viel Kraft und Inspiration! - Und selbstverständlich wünsche ich allen, die nicht umgezogen, eingezogen, angezogen sind, das Gleiche!


Zum Glück geht innere Bewegtheit nicht immer mit äußerer Veränderung einher - sonst wäre das Leben auf diesem Planeten zu anstrengend, vielleicht unmög- lich. Im Gegenteil, äußere Veränderung ist im Aikidotraining eher klein im Vergleich zur inneren Arbeit (dennoch nicht unbedeutend). Jede Stunde unseres Übens beginnt und endet mit dem gleichen Gruß, wir tragen alle den gleichen Keikogi, die Gürtel sind weiß oder schwarz.

Indessen welch ein Unterschied liegt wesentlich zum Beispiel zwische einem 1. und einem 4. Dan.  Natürlich schaut man als erstes auf die bessere Technik, die Stärke, die physische Präsensz. Auf die mindestens zehn Jahre Unterschied im Trainingspensum und in den Trainingserfolgen. Aber was den wirklichen Unterschied ausmacht, ist etwas viel Größeres: es sind die mindestens zehn intensiven Jahre des Lebens mit Aikido, die den ganzen Unterschied ausmachen. Unser Leben selbst, mit seinen Höhen und Tiefen, mit der Freude und dem Schmerz, mit allem was unser Leben menschlich macht, ist durch unser Keiko kreativ beeinflusst worden.


Die Konsequenzen deines Handelns führen immer auf dich selbst zurück. Wir können uns selbst nicht entkommen. Für den Aikidoka heißt das am Ende: So wie mein Leben beeinflusst wird von meinem Training, wird mein Training auch wieder von meinenm Leben beeiflusst. Gutes Training "zieht" die inneren Stürme in stabile Form - und umgekehrt: vertreibt es geistige und emotionale "Windstille".


In jedem Fall gehen äußere und innere Arbeit im SEISHINKAI AIKIDO Hand in Hand mit dem Ziel, unserem Leben mehr Zentrum und damit auch einen zusätzlichen Sinn zu geben. Was auch geschieht: ein erfahrener Aikidoka wird sich direkter, schneller, verbindlicher und mit weniger Angst "einmischen" können; einfach wegen der körperlichen Verankerung geistiger Prinzipien.  

Wenn du mich angreifst, greifst du das Universum an. So hat es O' Sensei ausgedrückt.

Hara - das japanische Konzept für das, was alles zusammenhält - kann von uns Europäern nur durch intensives Keiko erworben werden (das gilt für moderne Japaner übrigens auch). - Was wir über die Welt denken und wie wir sie interpretieren, ist für ein gutes Hara, das mich in der Welt verortet, weniger wichtig als intensives Keiko.

Im Training, im Keiko  können wir die verbesserungswürdigen Dinge leichter hinter uns lassen. Wir können die Dinge wieder auf den Punkt bringen und in der Welt da draußen damit kreativer und glücklicher werden.

Ich wünsche Euch allen ein gutes neues Jahr!
Thorsten Schoo

Seishinkai Aikido 13-18 Jahre

Dienstag          19.45-21.15, Raum II (Grundlagentraining, auch für Erwachsene)
Mittwoch          18.15-19.15, Raum I (Anfängertraining, auch für Erwachsene)
Freitag              17.00-18.00, Raum I (Fortgeschrittenentraining, nur für Jugendliche)




Die Grundlagen Seishinkai kommen jetzt hinzu. Nicht mehr Wiederholung und Gesetzmäßigkeit sind gefragt, sondern: neue Zugänge, neue Perspektiven! Was ist machbar? Was ist sicher? Was ist gefährlich etc. Mit diesem Training können die Jugendlichen sich auch gegen stärkere Angriffe zur Wehr zur setzen, ohne dabei die eigene Haltung zu verlieren.

Wir berücksichtigen in allen Kursen den Entwicklungsstand und die unterschiedlichen Interessen der Kinder und Jugendlichen.
*  Ein Trainer für max. 10 Kinder
*  Unterricht nach SEISHINKAI-Standard
*  Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch

Passagen

Die Passage im Seishinkai Aikido ist keine Prüfung, sondern ein bisschen mehr. Eine Passage ist die Bestätigung von Bildung mit den Mitteln der Kampfkunst Aikido. Was bedeutet das? - In einer Prüfung kann man "durchfallen", es gibt immer auch einen oder gleich mehrere, die beurteilen, was richtig oder falsch ist. In einer Passage kann man nicht durchfallen, weil immer der ganze Mensch betrachtet wird. Natürlich hilft der Lehrer oder der Trainer im Vorfeld einer Passage klärend mit seinem Wissen und seiner Erfahrung. Das Technik Training kommt nicht zu kurz - aber am Ende des Tages kann doch immer nur der einzelne Mensch selbst entscheiden, ob die Qualität gut genug war ...


Oft beobachten wir, dass die Passagiere mit sich selbst viel strenger umgehen als dies ein Prüfer je tun würde! Auch das kann ein Thema sein: nicht mehr so streng mit sich umgehen ... - Auf der anderen Seite, wenn jemand  zu locker und selbstgefällig mit sich umgeht, bekommt er dies im dritten Teil der Passage, den wir "das Boot" nennen, meistens auch zu spüren. Denn im Boot hilft die schablonenhaft gelernte Form nicht unbedingt weiter. Die Anwesenden greifen den Passagier nacheinander an. Manchmal mit mehr Aggression, aber auch mit dem tieferen Wunsch nach Frieden, immer aber mit Respekt und Zuneigung.


Die Entscheidung, in eine Passage zu gehen, treffen Lehrer und Schüler gemeinsam in einem Dialog. Dabei wird der Schüler natürlich auf den Lehrer hören - aber auch der Lehrer wird auf den Schüler hören, um herauszufinden, an welchem Punkt der Schüler alleine weitergehen muss. Eine Passage ist ein moderner Ritus, ein gemeinschaftliches Zeugnis von persönlicher Entwicklung. Sie kann für den Passagier wie für die Lerngemeinschaft eine kraftvolle Erfahrung sein, die Mut und Selbstvertrauen gibt.

Manche Teilnehmer ziehen es vor, keine Passage zu machen. Sie sind mit dem Training wie es ist sehr zufrieden. Und auch das ist selbstverständlich möglich! Wir wissen und vertehen, dass Menschen unterschiedlich lernen. Die Passage ist nur ein Angebot von vielen weiteren, die es in den Seishinkai Dojos gibt. Zum Beispiel das 4-Säulentraining und die Speziallehrgänge.

Trainer

Thorsten Schoo, 5. Dan

Lehrertrainer Seishinkai

4-Säulentraining für Erwachsene
Fortbildungsseminare Aikido
Geschäftsführung Seishinkai Aikido gem. GmbH
Technischer Direktor SEISHINKAI AIKIDO DEUTSCHLAND
Lesen Sie mehr zu Thorsten Schoo.
Mirjam Fischer, 4. Dan
Aikido Lehrerin für Erwachsene

Anfängertraining - Aikido und Ken-Jutsu
Aikido seit 1993,bei Barbara Beste, Michael Seibold,
Philippe Orban,  2008 bei Thorsten Schoo

Designerin visuelle Kommunikation


Michael Seibold, 3. Dan
Aikido Lehrer für Erwachsene

Grundlagentraining - Jugendliche und Erwachsene
Aikido seit 1981, bei Alfred Niggemeyer, Katsuaki Asai,
Gerhard Walter, Klaus Gregor, Christian Tissier,
seit 2010 bei Thorsten Schoo

IT-Projekt Manager, Coaching Supervisor




Ausbildung

Wenn Sie Interesse an einer herausfordernden und sinnvollen zusätzlichen Arbeit mit Menschen fast jeden Alters haben, sprechen Sie mit uns: 069 / 455 418, oder richten Sie Ihre Bewerbung schriftlich an das

SEISHINKAI AIKIDO Hombu Dojo
Alt-Bornheim 35
D-60385 Frankfurt am Main
z. Hd. Herrn Thorsten Schoo

Das Ausbildungsangebot

    Aikido Trainer für Erwachsene – 3 Jahre; auch in Teilzeit, mit entsprechender Verlängerung
    Aikido Lehrer für Erwachsene – 4 Jahre zusätzlich zur Trainerausbildung  (Uchi deshi)
    Aikido Trainer für Kinder – 2 Jahre; auch in Teilzeit, mit entsprechender Verlängerung
    Aikido Lehrer für Kinder – 2 Jahre; nach der Trainerausbildung; auch in Teilzeit möglich
    Konflikt- und Kreativitätscoach – 1 Jahr; Fortbildung für aktive Aikidoka im Kindertraining,
    für externe LehrerInnen, ErzieherInnen und sonstige Trainer in der Erwachsenenfortbildung


      Ihre Perspektiven: Nebenberufliche bzw. hauptberufliche Mitarbeit in einer unserer Schulen.

      Massageseminar für Aikidoka 10. Dezember

      Wir hatten ein wunderschönes Massageseminar mit Alexander Dassel.

      Kurze Einführungen in einige der bewährten Methoden der Physiotherapie mit entsprechenden Übungen - immer im Hinblick auf die Praxis des Aikido.

      Am meisten haben mir persönlich gefallen die Funktionsmassage und die Muskelverlängerung nach Brügger. Kann man wunderbar anwenden, auch bei sich selbst!

      Die Strain/Counterstrain-Methode muss ich wohl noch ein wenig üben ... - Vielen Dank, Alexander!

      Grundlagentraining Ukemi

      Im letzten Grundlagentraining haben wir uns die wichtigsten Ukemis im Aikido erarbeitet und herausgefunden, dass diese grundsätzlich abhängig sind von der Fußposition und der Stellung der Hüfte (Kamae).

      Wenn man z.B. in der Hanmi (halber Mensch) Position steht - die Standardfigur am Anfang und am Ende einer Kata - ergibt sich der Ukemi mit dem Arm innen fast von selbst. Wichtig in der Durchführung ist die richtige und bewusste Verteilung der Körperspannung. Sonst kann man nicht langsam rollen und kippt zwanghaft zur Seite weg.

      Wenn die Füße nicht auf einer Line und näher beieinander stehen - wie oft in der Interaktion, also zwischen Anfang und Ende einer Kata - ergibt sich eine Vielfalt verschiedener Ukemis als Antwort auf eine besondere Situation: Werde ich geworfen, gepinnt, will ich einem Schlag entkommen, ist es ein taktisches Auf-den-Boden-gehen etc.

      Der wichtigste Unterschied ist allerdings, ob im Ukemi der Arm innen (wie oben beschrieben) oder ob der Arm außen gehalten wird. Der "Innenukemi" ist eigentlich schwerer durchzuführen, er erfordert auch eine höhere Bewusstheit bei der Verteilung der Körperspannung und ein noch genaueres Timing. Wenn das Timing nicht stimmt - oft weil die Spannung in den Schultern zu groß ist - kann man leicht auf die Schulter fallen und sich weh tun.

      Im "Außenukemi", bei dem der Arm nicht nur nach außen geführt, sondern dabei auch noch rotiert wird, kommt der Deltamuskel nach außen und schützt den gesamten Schulterapparat im Kontakt mit dem Boden. Ausserdem ist die Geschwindkeit im Außenukemi geringer. All das macht den Außenukemi für einen prekären Kontakt mit dem Boden (Steine, Glas, Gegenstände) zur ersten Wahl.

      Das heißt nicht, dass man mit dem "Innenukemi" nicht sicher fallen könnte. Es ist nur schwerer, wie schon gesagt. Die traditionelle Vorwärtsrolle hat auch noch eine zusätzlich andere Funktion als die Rolle mit dem Außenarm: Man macht dabei "mehr Strecke", entfernt sich mehr vom Partner, in der Hoffnung, damit genug Raum zum Aufstehen zu haben.

      Demgegenüber ist es mit dem Außenukemi durchaus möglich, im Rollen nah beim Partner zu bleiben (Körperkontaktwürfe, Angriffe von unten, Bodensituation z.B.).

      Die beiden vorgestellten Ukemi Arten haben selbstverständlich viele Variationen, die es zu erlernen gilt (wir wollen uns im Grundlagentraining all dem widmen) - es ist aber wichtig, ert einmal den grundsätzlichen Unterschied zwischen Außen und Innen Ukemi zu verstehen.

      Die Vielfalt des Ukemi im Seishinkai Aikido ist ein besonderer Aspekt, der es uns mehr Sicherheit geben kann. Jede Situation ist anders. Wir sollten darauf auch entsprechend reagieren können.

      Das Formentraining im Aikido ist wie ein zweidimensionales Gitterwerk in einem zunächst einmal unbekannten, dreidimensionalen Raum. Indem wir auf dem Gitter, vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen (Formentraining), "schnuppert" sozusagen eine neue Dimension (Überraschung) in unser Training hinein. - Das Ukemitraining ist eine elementare Vorraussetzung dafür, dass eine weitere Dimension das persönliche Training bereichert.

      Mit dem Bild der "dritten Dimension" ist die Innere Arbeit des Seishinkai Aikido gemeint, oder die Fähigkeit, sich auf  Überraschungen einzulassen. Auf Neues kann man sich nur einlassen, wenn man über eine innere Sicherheit und Selbstverständlichkeit verfügt. Sicherheit gewinnen wir u.a. auch durch aufmerksames Ukemitraining.

      Weihnachtsfeier Freitag, 2. Dezember

      Zur Weihnachtsfeier am FREITAG den 02. Dezember gegen 19.45 Uhr im Dojo sind auch die Systematen eingeladen (liebevoll gemeint). Es hat sie jedenfalls alle gefreut, dass wir so etwas machen und dass sie eingeladen sind.

      Es haben sich ja schon einige eingetragen, wer was mitbringt. Das Dojo stellt die kalten alkoholfreien Getränke. Wenn Ihr Alkoholisches mitbringen wollt, auch willkommen!

      Weil gefragt wurde, ob es sich denn lohne, auch später dazu zu kommen: erfahrungsgemäß ist zwischen elf und halb zwölf Schluss ...

      Karolina fragt, wer helfen kann, das Büffet aufzubauen!

      Dojokalender

      Habt ihr eigentlich schon den neuen Dojokalender in der rechten Sidebar entdeckt?

      Die Idee dahinter ist, dass man schnell eine Übersicht hat, was alles im Hombu Dojo passiert. Unter TERMINEN stehen nach wie vor alle Lerhrgänge, im Dojo, im In- und Ausland.


      Findet ihr das hilfreich? Kommentare willkommen.

      Clip Winterpassagen Kinder 2011 640*480

      Kinderpassagen

      Am Freitag, den 25. November
                                               im Jahr 2011

      schreibt das Kindertraining
      des Frankfurt SEISHINKAI Geschichte:

      44 Kinder sind zur Passage angemeldet. Es fehlen eine Handvoll - was bedeutet, Fülle, Aufregung, Zwitschern, Eltern, SIEBEN Kindertrainer und Assistenten zur Unterstützung von Karolina Seibold.

      Und dann: ist es erstaunlich still. ich würde fast sagen, außergewöhnlich still. In solchen Momenten kann man die Stille hören.

      Die Passagen selbst sind wie immer wunderbar gewesen, in Kürze wird auch ein kleiner clip unter MEDIEN zu sehen sein.

      Herzlichen Dank ausdrücklich an Karolina Seibold, Yves Krüger, Mira Frings, Kyrytian Semtner-Gralek, Christopher Zulauf und Benjamin Redeker! Und vor allem natürlich an jedes einzelne Kind.

      Eure spielerische Arbeit ist ernsthaft. Das ist ein guter Anfang. Die fortgeschrittensten Kinder tragen jetzt den 4. Mon, das entspricht dem 2. Kyu für Erwachsene. Der Weg ins Jugendlichentraining ist frei ...

      Viel Freude weiterhin auf Eurem Weg,  
      Thorsten Schoo

      Verein zur Verzögerung der Zeit

      In einem Interview sagt Mark Riklin, der "Begründer des Vereins zur Verzögerung der Zeit", Folgendes:

      "Das Problem ist, dass auch die Frei-Zeit durch diese Termine nicht wirklich frei ist, sondern getaktet, eingeteilt nach Stundeneinheiten. Dieses Durchplanen unserer Zeit führt zum Gefühl, nie genug Zeit zu haben.
      Menschen, die aus dem System herausfallen, weil sie arbeitslos, krank oder alt sind, haben wohl mehr Zeit zur freien Verfügung, erleben aber oft, dass sie nicht lernen konnten, selbständig mit ihrer Zeit und Energie umzugehen. Unsere Gesellschaft teilt sich immer mehr in die einen, die zu wenig Zeit haben und ausbrennen (Burn-Out), und die anderen, die zu viel zeit haben, unterfordert sind und sich langweilen (Bore-Out). Hinter Burn-Out steht auch häufig das Auseinanderklaffen von hohen Fähigkeiten und niedrigen, starren Anforderungen."

      in: Freies Geistesleben November 2011

      Der Begriff "Bore-Out" ist eine schöne Formulierung. Im Aikido Training ist diese Gegenüberstellung von Burn-Out und Bore-Out auch hilfreich. Wenn die Anforderungen zu hoch sind und zu wenig Zeit besteht, das Gelernte zu verarbeiten, entsteht die Vorstufe des Burn-Out: die Leute sind überfordert und machen dicht.

      Sind die Leute unterfordert, fangen sie an sich zu langweilen. Der "Bore-Out" tritt dann ein, wenn man sich nicht auf die innere Arbeit einlassen kann.

      Manchmal wird im Aikido die "innere Arbeit" verwechselt mit dem nuancierten Studium der Form. Zum genauen Formstudium ist selbstverständlich zu sagen: Es ist gut, es ist auch notwendig. Aber man darf es nicht mit der inneren Arbeit verwechseln.

      Die innere Arbeit im Aikido beginnt dort, wo wir im Training die Form in einen größeren Zusammenhang stellen können. Ein Prinzip von Moshe Feldenkrais, dem Begründer der gleichnamigen Methode, heißt "Bewusstheit durch Bewegung". Kurz gesagt, dass wir, während wir etwas tun, genau mitkriegen, was und wie wir es tun. Mit dieser Geisteshaltung beginnt auch die Kreativität, die im Grundlagentraining Aikido immer wieder auftaucht und die elementar zum SEISHINKAI AIKIDO gehört.

      Erst wenn du deine eigenen Schwächen kennenlernst, kannst du auch deine Möglichkeiten besser einzuschätzen. Das korrekte Studium der Form - in dem es sehr genau und abgesprochen zugeht - sollte uns nicht in einer falschen Sicherheit wiegen. Diesem Trugschluss ist man als Aikidoka umso mehr ausgesetzt, als es im Aikido keinen Wettkampf gibt.

      Wenn die Zeit sich subjektiv verlangsamt im Training, ist das meistens ein gutes Zeichen, weil eine Balance besteht zwischen gewusster Form und intuitiver Kreativität. - SEISHINKAI AIKIDO e.V. als "Verein zur Verzögerung der Zeit", sozusagen.

      Interessant in diesem Zusammenhang ist das Buch "Flow" von Mihaly Csikszentmihalyi.

      Training mit sich selbst - für alle

      Wir haben inzwischen viel miteinander einzeln und in Gruppen diskutiert über die Maßnahme, die wir beschlossen haben, dass wir alle uns mehr in das offizielle Training abends einbringen sollten, anstatt einzeln in Gruppen (meistens Samstags) zu trainieren. Falls das eine Alternative ist. Wer Samstags trainiert und deswegen weniger ins Abendtraining kommt, (das gilt auch für Leute, die zwar kommen, aber nicht mehr in der Lage sind 100%ig zu brennen) sollte dies unterlassen.

      An dieser Stelle noch ein Mal ein kurzes statement, weil meist nicht alle erreicht werden: Ihr könnt Euch das Training, vor allem mittelfristig, vorstellen wie einen Dampfkochtopf. Sagen wir, wir brauchen ca. 60 Grad, damit das Wasser beginnt zu verdampfen. Unser Training ist die hitze im Topf. In erster Linie ist es wichtig, dass die Gruppe qualitative Fortschritte macht - nicht die einzelnen Mitglieder!

      Es ist überall so, dass der höhergeordnete Organismus Priorität hat, das ist nichts Besonderes. Das Molekül hat Vorrang gegenüber dem Atom, das Organ ist wichtiger als die einzelnen Zellen, der Mensch ist auch ohne manches Organ lebensfähig (wenn nötig).

      Wenn wir sagen, das Dojo ist wichtiger als die einzelnen Mitglieder, klingt es erst mal abstrakt. Was meint das, wer ist das? Sicher nicht die vier Wände, die uns beim Training umgeben. Es ist vielmehr die Gemeinschaft der Lernenden als Ganzes. Die hat eine eigene Individualität, eine eigene Intelligenz, wie ein Schwarm etwa.

      Wenn Ihr viel in die Gemeinschaft einbringt, wird sie intelligenter, weil jede Frage, Ausführung, jedes Talent, das eingebracht wird, widerhallt in einer Gemeinschaft von Individuen, die jeder für sich schon ein Kosmos ist!

      Denken, fühlen und leben in diesem Sinne bedeutet einen existenziellen Quantensprung vollziehen, der gerade heute immer wichtiger wird. Als Aikidoka haben wir es relativ leicht, diesen Quantensprung zu vollziehen, wir üben auf der ersten, körperlichen Ebene ja jeden Tag daran. Also sollten wir es auch tun.

      Dies bedeutet - ich betone dies immer wieder - selbstverständlich keine "Bestrafung" sondern eine Anforderung, eine Einforderung, dass wir alle miteinander im Üben des Weges in kleinen Schritten lernen, das Höhergeordnete an seinen rechten Platz zu stellen. Fangen wir mit der Dojogemeinschaft an.

      Die ersten Leute trainieren schon mehr nach den Stunden für sich, so dass ich und alle anderen es sehen können. Da fließen wichtige Infos. Kommt bitte mit Euren Fragen auch immer zu den Lehrern. Mirjam und Migo machen in Absprache mit Thorsten Anfänger Formentraining und freuen sich auf Eure Fragen.

      Thorsten macht Dienstag das Aikido Grundlagentraining - welches stets nach den Grundlagen und körperlichen wie geistigen Voraussetzungen  der Techniken fragt. Bringt Euch auch bitte hier ein. Die drei genannten Trainings sind keine Einbahnstraßen.

      Ein Wort noch zu der Vorbereitung für die Kyupassagen. Die nächsten stehen im Januar an. Bitte habt doch keinen Stress, jedes mal eine Passage machen zu müssen! Das geht bei den höheren Graduierungen sowieso nicht. Die sempais (ältere Weggefährten) sollten verantwortlich mit dafür sorgen, dass so manche Anfänger nicht verwechseln:


      Es gibt keinen Weg zur Freude, Freude ist der Weg. (Buddha) - Das Training muss Freude machen, auch wenn einem manchmal zum heulen zumute ist. Was ist der Unterschied zwischen Spaß und Freude? Wofür lernt ihr? Warum? Und so weiter.

      Eine Passage mit einer starken Formdominanz widerspricht sich selbst. Das ist als wollte man sich selber auswendig gelerntes Alphabet als Zeugnis menschlicher Kreativität verkaufen.

      Auf der anderen Seite ist Kreativität ohne gelernte Form nicht der klassische Weg, nicht SEISHINKAI AIKIDO. Wie immer ist es die Balance zwischen den Dingen, die wir brauchen, und die wir nie erreichen. Das muss man auch mal sagen. Der Mensch ist ein Übergangswesen, ständig auf dem Weg der Verbesserung (jap. kaizen)

      Aikido ist ein existenzielles Werkzeug, mit dieser Grundbefindlichkeit gut umzugehen. Ich kenne kein besseres und möchte Euch alle an dieser Stelle noch einmal einladen, Eure Intelligenz und Kreativität in die ganze Dojogemeinschaft einzubringen. Das hilft letzlich am meisten: euch selbst.

      Aikido funktioniert nicht nur zu zweit, sondern am besten mit allen.

      Weihnachtsferien

      Weil Mirjam wegen der Weihnachtsferien anfragte:

      Dienstag, der 20. Dezember wird das letzte offizielle Trainingstag in diesem Jahr sein. Ab Mittwoch, den 21. Dezember schließt das Dojo, um am Montag, den 2. Januar 2012 !! wieder aufzumachen.

      Wahrscheinlich geht uns das allen so, man hört es immer wieder, wie schnell die Zeit rennt. - Diesen Eindruck teile ich, und gleichzeitig empfinde ich zunehmend mit dem Training Zeitlosigkeit, eine Ebene, die in ihrer Qualität völlig unberührt zu sein scheint von Zeitstrahl und Aufeinanderfolge. Wem geht es ähnlich?

      Thorsten

      Kein Anfängertraining Freitag, 25.11.2011

      Wegen der Kinderpassagen am Freitag, den 25.11. (40 Kinder sind angemeldet!) muss das Anfängertraining für Erwachsene ausnahmsweise leider ausfallen. Wir bitten um Euer Verständnis.

      Japanwoche 2011

      Markus Röllig mit Yves Krüger
      Das erste mal in der Geschichte des SEISHINKAI Frankfurt haben die Schüler vollkommen selbständig eine große Aufführung organisiert und druchgeführt. Anlass war die Japanwoche in Frankfurt, wo die Stadt uns gebeten hatte, mehrere Aikidovorführungen zu geben.
      Thorsten Schoo gab parallel zu dieser Veranstaltung einen Lehrgang im Ausland.

      Japanwoche 2011

      Karolina Sauer mit der "Kinderauswahl"
      Die eindrucksvollen Vorführungen wurden von der Leiterin des Kindertrainings, Frau Karolina Seibold, und dem Leiter des Aikidozentrums Offenbach, Herrn Markus Röllig geleitet.

      Vermittelt durch den Frankfurt SEISHINKAI kamen auch noch andere Aikidogruppen Frankfurts in den Genuss, sich öffentlich zu präsentieren.

      Japanwoche 2011

      Karolina moderiert
      Früher hat man geglaubt, dass Kinder die kleinen Erwachsenen sind, nur kleiner und dümmer. - Sie sind NICHT wie wir, das wissen wir schon seit langem. Dass wir gerade darum von ihnen lernen können, vergessen wir manchmal.

      Deswegen hören die Kinder natürlich nicht auf, von den Erwachsenen lernen zu wollen und zu können. SEISHINKAI Training beruht auf Gleichberechtigung einerseits und der Anerkennung von Kompetenz andererseits.

      Bei dieser Vorführung zum Beispiel waren mehrere Hundert Zuschauer anwesend, und die Kinder saßen ihnen anfangs minutenlang still gegenüber. Das unerhört Kraftvolle dabei ist, dass die Kinder tatsächlich etwas schaffen, was ihre biologische Umtriebigkeit transzendiert.

      Wenn die Kinder sich ändern können, können wir Erwachsene das - hoffentlich - auch.

      Hadeland Seminar

      "Jens?" "Ja!"  "Mattei?" "Ja!"" Hanne?" "Ja." - Im Versammlungsraum des Martial Arts Internates in Brandbu werden morgens um 9.15 Uhr alle versammelten Schüler bestätigt. Heute ist Andreas Versammlungsleiter und führt durch die anstehenden Themen: was heute ansteht, welches Seminar am Wochende stattfindet, Probleme in der Küche, Wünsche der Studenten und Anregungen der Lehrer.

      Die Hadeland Volkshochschule ist eine von 78 Volkshochschulen in Norwegen, die alle - jeweils mit eigenem Profil - um die Gunst der jungen Leute zwischen Schule und Studium werben. In Hadeland kann man Aikido, Taekwondo, Shiatsu, Yoga und ganzheitliche Heilkunst studieren. Man hat jeweils ein Hauptfach - mit 14 bis 16 Stunden pro Woche - und ein Wahlfach mit 4 Stunden. Die Schule wird selbst in Ordnung gehalten. So sind alle von morgens bis abends intensiv mit ganzheitlicher Fortbildung beschäftigt.

      Was macht dieses eine Jahr mit den jungen Menschen? Jedes Mal, wenn ich nach Hadeland komme - nun schon das vierte Mal - finde ich eine neue Klasse von 25 bis 30 jungen Leuten vor - die mir die Tränen in die Augen treibt!

      Die Kerzen links und rechts neben der Kamiza brennen schon, das Dojo mit seinen schönen Kalligraphien duftet nach japanischem Rauchwerk. Es herrscht eine tiefe Stille, die ich als krassen Gegensatz empfinde zu dem Bild, das ich noch von Adam im Kopf habe, der vor 30 Minuten am Frühstückstisch von einem Bein aufs andere hin und her wippte und seier Aufregung über das bevorstehende Schwertraining noch nicht Herr wurde. "It is so thrilling to have you here:"


      Sie haben ihr ganzes Leben noch vor sich, sind wach, neugierig, begeisterungsfähig, und gleichzeitig so fragil und schutzbedürftig. Ich sehe in der Tiefe die Aufregung der jungen Leute und gleichzeitig die Courage, es mit dem Leben aufzunehmen!

      Abschließend zum Seminar haben die Schüler ein Interview organisiert, in dem ich gefragt wurde, wie mir dieser Ort gefallen würde und ob ich einen Rat hätte für sie, wenn sie die Schule sozusagen ins Leben verlassen würden: Ich antwortete, dass ich mich hier sehr zu Hause fühle. Und das Wichtigste: Wenn du es irgendwie beeinflussen kannst, ob andere dein Leben leben wird, oder ob du es selber lebst - mach es selbst!

      Die 7 Minuten des Interviews waren viel zu kurz. Was ich aber noch gerne gesagt hätte: "Ihr bereichert mich umgekehrt so sehr, einfach durch die Art wie Ihr seid! Vielen Dank."

      Thorsten Schoo bereiste die Volkshochschule Hadeland und das angeschlossene Aikidodojo Fudoshinkan im Jahr 2011 zum vierten Mal.

      Seminar Oslo

      Es war das dritte Seminar in Oslo von Thorsten, ständig kommen neue Aikidoka aus verschiedenen Dojos, sodass die verschiedenen Einflüsse in Norwegen durchaus sichtbar werden.

      Dem feedback entsprechend war es für alle äußerst interessant, bei nur wenigen Grundtechniken (kata dori - ikkyo, katate dori - ikkyo, yokomen uchi - ikkyo) die Inneren Eingänge zu studieren und jeweils festzustellen, ob man eine prinzipiell äußere oder innere Lösung des Problems anstrebt.

      Beide, äußere wie innere Lösung (an der Achse vorbei schneiden oder die Achse schneiden) sind gleich gut - sie beziehen sich nur auf ganz unterschiedliche Situationen!

      Herauszufinden, wann welches Prinzip erfolgreich angewendet werden kann, hat das Seminar wirklich bereichert.

      Aikidovorführungen Japanwoche

      Von allen Seiten habe ich gehört, dass die Aikidovorführungen anlässlich der Japanwoche ein voller Erfolg gewesen sind und dass sowohl die Vorbereitungen als auch die Gespräche am Stand sehr viel Spaß gemacht haben!

      Es gibt viele Fotos, die wir erst einmal sichten müssen, sobald Zeit ist und auch natürlich viele verschiedene Eindrücke.

      Wer hier seinen Eindruck schildern möchte, bitte schickt doch Karolina Eure kurzen Texte, damit wir diese veröffentlichen können.

      Aikidobuch für Kinder



      Das Buch von Francesco Dessi, Aikidolehrer und professioneller Zeichner aus Mailand.

      Fantastische Zeichnungen und Geschichten mit dem Aikidofuchs Kitune.

      Mit diesem Buch lernt Ihr alles, was Ihr über Aikido wissen müsst - wie man einen Anzug bindet, die Gürtelfarben, über die Bedeutung der japanischen Begriffe, zur Geschichte des Aikido und selbstverständlich alle Tricks und Techniken - nicht nur für Kinder interessant!

      Preis: 15-. €, zzgl. 4 € Versand innerhalb Deutschlands, Schweiz, Österreich und Benelux

      zu bestellen bitte direkt bei Thorsten Schoo

      Aikido-Vorführungen Japanwoche in Frankfurt 11. November

      Wir machen für die

      Japanwoche in Frankfurt

      eine Aikido-Vorführung

      am Samstag, 12.11.

                                          um 16 Uhr


      und sind den ganzen Tag über von  10 Uhr bis 18 Uhr  mit einem eigenen Stand präsent. Kommt zahlreich, es wird sicher interessant.

      Markus Röllig, 4. Dan Seishinkai,  gibt die Erwachsenen-Demo. Karolina Seibold, 3. Dan Seishinkai, macht die Kindervorführungen.

      Karolina koordiniert auch unsere Anwesenheit am Stand, sodass den ganzen Tag über Leute da sind, die Informationen geben können.

      Ort: Frankfurter Palmengarten. Die Demo und der Stand sind nicht im Freien! Eintritt ist für alle - nicht nur für uns - kostenlos. Insofern rechnet man mit vielen Besuchern, vor allem Familien. Viel Spass für den ganzen Tag und natürlich auch bei der Demo!

      Ich bin leider an diesem Wochenende in Norwegen auf Lehrgang. Ihr müsst mir unbedingt berichten, wie es war :-)


      Thorsten

      Bruno Gonzales - Pascal Guillemain - Marc Bachraty 2011

      Training Mittwoch und Donnerstag

      Das Training für Danträger und Jugendliche am Mittwoch 19.00 - 20.00 Uhr wird ab sofort für weitere Fortgeschrittene ab dem 2. Kyu geöffnet!

      Aus dem Donnerstagtraining wird deswegen ein gemischtes Training für Mittelstufe und Anfänger. Die neue Balance findet Ihr auch auf dem Stundenplan.

      Osterlehrgang - statt Pfingstlehrgang

      Pascal Durchon hat im Monat Mai 2012 eine Weiterbildung, sodass wir den gemeinsamen Pfingstlehrgang nicht wie gewohnt abhalten können. Stattdessen wird ein Osterlehrgang daraus :-)
      Bitte schaut unter den Terminen.

      Termine für Yudanshalehrgänge in 2012 veröffentlicht

      Alle DanträgerInnen und AnwärterInnen - bitte schreibt mir bis zum  Ende des Oktober, wer an den geposteten Terminen im April und im Juni NICHT kann. Ich versuche das zu berücksichtigen.

      Thorsten

      Herbstlehrgang 2011

      Wir hatten einen wunderbaren Herbstlehrgang in sommerlichen Temperaturen.

      Die Basisformen im Aikido bis zum 1. Kyu beschäftigten uns am Samstag intensiv und am Sonntag zusammenfassend und wiederholend im Hinblick auf die anstehenden Kyu-Passagen.

      Allen Passagieren einen herzlichen Glückwunsch! Ein neuer Kyugrad ist eine neue Erfahrungsebene mit neuen, alten, inneren und äußeren Herausforderungen.

      Am Sonntag haben einige, die nach dem Lehrgang noch zum normalen Training geblieben sind, einen kleinen Hausrekord aufgestellt: Insgesamt 9 Stunden Training!

      Bitte schickt, wer Fotos gemacht hat, die schönsten Exemplare an uns, damit wir sie veröffentlichen können.

      Kindertraining in den Herbstferien 2011 12.10.09 - 24.10.09

      Wie üblich können alle Kinderklassen in den Ferien am Mittwoch 18-19 Uhr gemeinsam trainieren.

      Abendessen am Samstag, den 1. Oktober

      Direkt nach dem Training am Samstag hat Annette für 17.30 Uhr 20 Plätze reserviert, das Restaurant ist ganz in der Nähe des Dojos. Wenn noch jemand mit möchte, wir können bis Freitagnachmittag noch die Zahl der Gäste korrigieren.

      Montag, 3. Oktober Feiertag

      Am Tag der deutschen Einheit ist das Dojo geschlosssen.

      Grundlagenstunde Dienstags

      Liebe Teilnehmer am Grundlagenkurs Dienstag Abends!

      Wie im Training bereits angekündigt, möche ich Euch, und allen Interessierten, in der Dienstagstunde die Möglichkeit geben Fragen zu stellen. Über Techniken, Formen, Trainingsinhalte und  andere Dinge, die Euch am Herzen liegen.

      Ich schlage vor, wer eine Frage hat,  macht eine Eingabe ein paar Tage vorher im Training, oder per Email. Dann kann ich mich darauf einstellen und eventuell das Trainingspensum daran anpassen.

      Thorsten

      Termine 2011

      JANUAR 2011
      08-09 Th. SCHOO Frankfurt Winterlehrgang

      FEBRUAR 2011
      05 Th. SCHOO Frankfurt Jo-Jutsu intensiv
      26 Th. SCHOO Frankfurt Yudansha Lehrgang

      MÄRZ 2011
      11-12 Chr. TISSIER Darmstadt Aikido und Ken-Jutsu
      13 Th. SCHOO Mailand Aikido und Ken-Jutsu
      25-26 Dr. JOCIC Frankfurt Systema intensiv

      APRIL 2011
      2 Th. SCHOO Ulm Aikido
      8-10 Th. SCHOO Oslo Aikido
      30.4. – 1.5. Th. SCHOO Frankfurt Aikido + Jo-Jutsu

      MAI 2011
      06 Elternabend im Dojo, 20.00 Uhr
      21
      Th. SCHOO Frankfurt Yudansha Lehrgang
      28-29 M. INABA Heidelberg Ken-Jutsu

      JUNI 2011
      4-5
      M. INABA Heidelberg Ken-Jutsu
      11-13 P. DURCHON + Th. SCHOO Frankfurt
      23 Th. SCHOO Frankfurt Ken-Jutsu intensiv
      28-29  K. Sauer u.a. Frankfurt Kinder-Ferienlehrgang

      JULI 2011
      04-09 Th. SCHOO SOMMERLEHRGANG Hirschegg
      11-16 Th. SCHOO SOMMERLEHRGANG Hirschegg

      AUGUST
      14-20 INABA Sensei in Frankreich

      SEPTEMBER 2011
      03 Th. SCHOO Frankfurt Grundlagen intensiv

      OKTOBER 2011
      01-02 Th. SCHOO Frankfurt Herbstlehrgang

      NOVEMBER 2011
      18-19 D. Jocic Frankfurt, Grundlagen + Systema
      25-27 Th. SCHOO Oslo, Norwegen  Aikido
      29-01 Th. SCHOO Brandbu, Norwegen Aikido

      DEZEMBER 2011
      01 Th. SCHOO Brandbu, Norwegen Aikido

      JANUAR 2012
      07-08 Th. SCHOO Frankfurt Winterlehrgang

      Grundlagen intensiv

      Wir hatten ein sehr schönes und intensives Grundlagenseminar mit den Themen

      • Körpermassage mit dem Fuß, Tiefengewebearbeit
      • Faustkontakt bei chudan tsuki
      • Aufnahme des tsuki
      • chudan tsuki - ikkyo
      Alle TeilnehmerInnen haben wesentliche Fortschritte im Verständnis des Atemi im Aikido gemacht. - Und jeder, den ich gesprochen habe, haben von dem guten und frühzeitigen Schlaf berichtet :-)

      Neue Saison 2011/2012

      Das Training in der neuen Saison hat begonnen! Wir hatten dieses Jahr einen etwas längeren Ferienstundenplan von nur 3 Trainingseinheiten in der Woche. Ab Montag, den 22. August, gilt der gewohnte Stundenplan - mit einer Änderung:

      Das Grundlagentraining findet ab jetzt am Dienstag statt von 19.45 - 21.15 Uhr und wird von Thorsten Schoo geleitet.
      Das Anfängertraining findet ab jetzt am Freitag statt von 18.15 - 19.45 Uhr und wird von Michael Seibold geleitet.

      Die Zeiten sind also die gleichen geblieben, es wurden nur die Inhalte und Trainer der beiden Einheiten vertauscht.

      Erfahrungsbericht zum Sommerlehrgang 2011 - von Anita Hüll, Stuttgart

      Kontakt findet an der Grenze statt.
      (F. Perls)

      Wenn ich bereit bin, ganz an die Grenze zu gehen, an die Grenze meiner Vorstellungen, Überzeugungen und bisherigen Erfahrungen, an die Grenze meiner Fähigkeiten, komme ich dort mit dem Anderen in Kontakt. In diesem Kontakt bin ich ganz bei mir – und – ganz beim Anderen. Wenn ich in diesem Kontakt an, durch oder mit dem Anderen Erkenntnis gewinne, kann das neu Erfahrene weiter werden. Die Grenze ist dann kein Ende sondern die Bedingung der Möglichkeit. In diesen Begegnungen werden die eigenen Stärken und ihre Wendepunkte zur Schwäche hin wie auch die Wendepunkte der Schwäche zur Stärke hin bewusst. In dieser Bewusstheit können die Qualitäten der Eigenheiten geübt werden. Die Möglichkeit, im stetigen Fluss des Gestaltkreises von Ich und Du die Parallelität der Wechselwirkung von Innen- und Außenraum immer wieder neu zu erleben, macht für mich den Reiz im Aikido aus. Denn es braucht viel Übung, um seinen Fähigkeiten gerecht zu werden.



      Vom 10. – 16. Juli 2011 nahm ich am Sommerlehrgang von Thorsten Schoo Sensei in Hirschegg teil. Ich freute mich für mein persönliches Lernen sehr, dass eines der Schwerpunkte bei diesem Lehrgang das Spüren und Halten der eigenen Achse für den „richtigen“ Kontakt in der Bewegung war; und dass man als Uke während des Trainings bei schönem Wetter und offenem Festzelt, welches uns als Dojo diente, mit einem klaren Blick auf die Berge des Kleinwalsertals in 1300 Höhenmetern belohnt wurde.

      Das tägliche Training begann mit den Seishinkai Grundlagen. Nach dem Frühstück folgte das Vormittagstraining mit Jo-Jutsu und Aikido. Nach einer ausgedehnten Pause mit Bergtour-Möglichkeiten wurde am Nachmittag mit Ken-Jutsu und Aikido ein Trainingstag vollendet. Die Atemübungen der Grundlagen wurden dabei in allen Trainingseinheiten des Tages aufgegriffen und angewendet.

      In den Atemübungen des Grundlagentrainings wird einerseits bei der Einatmung zwischen passivem Einströmen und aktivem Einholen des Atems und andererseits beim Ausatmen zwischen passivem Ausströmen lassen und aktivem Aussenden des Atems unterschieden. Unter Stress, welcher in einer Kampfsituation herrscht, besteht die Tendenz, zu viel Atem einzuholen und sich damit in der Ausführung einer Bewegung zu Hemmen, statt zu stärken und in Fluss zu kommen. Die bewusste Schulung der verschiedenen Möglichkeiten des Atmens erlaubt es, sich in einer Tätigkeit bewusst auf das Ausatmen zu konzentrieren und das passive Einatmen zu zu lassen – zu vertrauen, dass es geschieht. Die Blockade durch gestauten Atem wird verringert. Es wird „nur“ der notwendige Atem aufgenommen. Dieser kann effektiv genutzt werden, und die Energie steht dadurch zur freien Verfügung. Die Übung dieser Atemweisen berührt tief im Inneren, was zu existentiellen Erfahrungen führen kann. Hier hilft, wie so oft im Aikido, die klare Form, um dran bleiben also üben zu können.

      Beim Grundlagentraining während des Lehrgangs war die einfache Anleitung der Übungsfolge die klare Form. Beispielsweise wurde bei leichtem Joggen auf vier Schritte passiv eingeatmet, auf weitere vier Schritte aktiv ausgeatmet und dann auf vier Schritte eine Atempause eingelegt. Diese Atemfolge wurde wiederholt. Jeder konnte diese Übung mit ansteigenden Schrittzahlen für eine Atemfolge im eigenen Rhythmus steigern. So konnte behutsam den körperlichen Erfahrungen begegnet werden, was beispielsweise bei der Atempause ein Erleben von „Atemnot“ sein konnte. Die Atemnot konnte sich mit der Übung des passiven Einatmens zu dem Vertrauen verändern, dass der Körper sich immer die „Nahrung“ holt, die er braucht, auch wenn diese Aktivität nicht bewusst gesteuert wird.

      Ich erlebte diese Übungen als eine Erdung, eine Be-Gründung im eigenen Körper; als inneren Boden, der durch die lebendige Beständigkeit der Atembewegung erhalten bleibt. Mit dieser körperlichen  „Grundlage“, konnte ich das anschließende Aikidotraining in vertrauensvoller, offener Neugierde vollziehen und mich mit voller Präsenz ins Lernen begeben. Die Atempause während des Aikodotrainings wurde für mich zu einer besonderen Erfahrung.

      Wie anfangs erwähnt spielte das Erleben der eigenen Achse eine hervorgehobene Rolle. In den Atemübungen des Grundlagentrainings öffnete sich der untere Bauchraum, die Kraft des Handlungsraums. Gleichzeitig strömte der Atem die Wirbelsäule entlang und öffnete das Bewusstsein für den hinteren, den intuitiven Raum. Das Gefühl für die eigene Achse wurde vom Scheitelpunkt über die Wirbelsäule bis zum Kreuzbein gebildet, der Entscheidungsraum geöffnet.

      Im Jo-Jutsu und im Ken-Jutsu begannen wir häufig mit dem „Einnorden“. Das heißt in Tachi Waza führte Tori mit der jeweiligen Waffe langsam einen Shomen Uchi aus und Uke nahm diesen Schnitt über den Scheitelpunkt in sich auf, ließ ihn die Wirbelsäule entlang zum Kreuzbein gleiten und folgte dieser Bewegung mit seinem Körper zu Boden. Die körperliche Bewegung war dabei vollkommen entspannt und der Erhalt der eigenen Achse war durch die Aufnahme der klaren Linie der Waffe bzw. des Schnittes gegeben. Die Empfindung dabei könnte man als fließende Aufrechte beschreiben, die hinab sinkt. Als wäre auf ein Blatt so lange Schnee gefallen, bis sich seine Spitze neigt, und der Schnee entlang der Form des Blattes hinab gleitet.

      Die Beweglichkeit der Haltung dieser Achse wurde auch in den Aikidotechniken aufgegriffen. Uke ließ beispielsweise in Tachi Waza bei Nikkyo Ura aus Kata Dori seine Achse durch die seitwärts Bewegung von Toris Eingang verlängern. Verbunden mit dem eigenen Zentrum, ließ sich die Achse Ukes mit dem Neigen des ganzen Körpers von der Senkrechten zunehmend in die Waagerechte bewegen, während der Körper entspannt, also ohne Stress, blieb. Erst als das Gleichgewicht auf einem Bein nach Ausgleich suchte, wurde von Uke in dieser „optimalen Spannung“ seines Körpers versucht, mit einem „effektiven“, vorwärts kreuzenden Schritt den Kontakt zu Toris Zentrum zu verdichten. Die Achse fand sich dabei wieder in ihrer senkrechten Linie ein. Mit der folgenden Bewegung der Technik, die Tori vollzog, um die Kontrolle für das Umgreifen zu erhalten, reagierte Uke darauf wie beim „Einnorden“, in dem er entlang seiner Achse entspannt zu Boden ging.

      Um in den Fluss einer Bewegung zu kommen, wurde mit Hilfe der Atmung stetig versucht überflüssige, also blockierende Körperspannung zu lösen. Wenn beispielsweise bei Uke die Spannung in den Schultergelenken bis zur Anspannung stieg, war der Kontakt von diesem Körperteil zum eigenen Zentrum unterbrochen. Mit bewusstem Ausatmen konnte dieser Stau gelöst werden. Das Loslassen der Anspannung war optisch am Sinken der Schulter zu erkennen. Eine „optimale“ Körperspannung war erreicht, wenn es gelang, während einer Bewegung entspannt zu bleiben und gleichzeitig die Bereitschaft und Möglichkeit zur Bewegung zu erhalten. Gemeinsam mit der Wahrung der Integrität der eigenen Achse in jeder dieser Bewegungen, blieb der „richtige“ Kontakt von Uke zu seinem Zentrum und damit zu Tori erhalten. Eine neue Dimension des Zusammenspiels von Uke und Tori während der Übung einer Technik konnte entstehen.

      Dieses Zusammenspiel des Kontakts wurde in Verbindung mit den verschiedenen Atemfolgen aus dem Grundlagentraining intensiviert. Die Bewegungen der Techniken wurden beispielsweise dazu genutzt, um bei öffnenden Bewegungen das passive Einatmen und bei schließenden Bewegungen das aktive Ausatmen zu üben. Uke und Tori folgten dabei zunächst dem gleichen Atemrhythmus, was das Halten der Achse in der Beweglichkeit vor allem für Uke erleichterte.

      Es wurde auch in der Atempause trainiert. Vor dem Vollzug oder beim Beginn einer Technik wurde dafür leicht passiv eingeatmet, dann aktiv ausgeatmet und in der Atempause die Technik ausgeführt. Atem einholen und auch Atem ausströmen lassen ist mit Intention verbunden. Jede dabei ausgeführte Bewegung ist von dieser Intention eingefärbt. Das Besondere an der Atempause ist, dass der Vollzug der eigenen Handlung absichtslos ist. Sie ist ohne Intention. Beim Vollzug der Technik in einer Atempause fand die Begegnung mit Uke also in einer Art von leerem Raum statt. Diese Leere hatte etwas Gütiges. Sie erlaubte eine wertfreie Begegnung und damit eine neutrale Handlung. Die Handlung konnte genauer ausdifferenziert werden, da die Sicht von keiner Intention „eingefärbt“ war. Es war, als würde man in einem zeitneutralen Raum trainieren. Die Leere gestaltete sich als eine Form der Offenheit. Dieses geistige Erleben vertiefte die körperliche Übung. Es wurde in dieser Art von Gegenwart leicht, sich für eine Handlung zu entscheiden. Es wurde leicht, sie zu vollziehen. Und es wurde leicht, sie zu ändern.

      Jeder Moment war Möglichkeit. Die Tragik, dass alles auch anders sein könnte, erhielt darin kein Gewicht und es entstand folglich auch kein vereinzelt herausragendes Gefühl. Die Erfahrung an sich war bedeutsam. Jeder Moment war gut so wie er war. Das Üben in dieser Leere war auch ohne Vergänglichkeit. Es kam keine Not auf, weil der Ehrgeiz des Könnenwollens, der auf ein Ende gerichtet ist, keine Nahrung fand. Die wahrnehmende Differenzierung von und bewusste Entscheidung für eine Handlung bedeutete keine Trennung vom Anderen sondern wurde zur Bedingung für den Kontakt zum Anderen. Die jeweiligen Eigenheiten konnten im integeren Kontakt miteinander einen konkurrenzlosen Zusammenklang finden. Im Raum des Nichts konnte Alles möglich werden. Es war still und lebendig; schöpferisch getragen aus der Lust heraus, Veränderung zu erleben und erlebbar zu machen. Es war im Fluss.