Yudansha Lehrgang im Juli

Am Samstag, den 30. Juli findet im Hombu das zweite Yudansha Traning des Jahres statt.

Themen, wie Ihr der Ausschreibung entnehmen könnt, sind Jijyu Waza, Randori und Waffenvorbereitung für den 1. und 2. Dan.

Auf der Auschreibung ist eine Stunde Pause angegeben - die ich allerdings gerne auf eine halbe Stunde verkürzen würde, sodass wir - bei gleichbleibendem Ende - etwas mehr Trainingszeit zur Verfügung haben.

Thorsten



Feedback von Tanahashi sensei

Tanahashi sensei hat mir direkt nach seiner Ankunft in die Staaten geschrieben:
Dear Thorsten Sensei,
It was wonderful to meet you and thank you so much for your extraordinary hospitality. I fully enjoyed my interaction with your students and friends around the topic of O'Sensei and peace. Thank you for your warm message via Regina. Please find attached laws of joyful living and de-aging. Please share them with your students and friends if you find them useful. Love from Madison, Wisconsin, Kaz


Hier sind die Texte, die er mir geschickt hat. Das sind wunderbare Richtlinien für ein gutes Leben. 


Ten Laws on the Art of Joyful Living

1.  Your happiness is more important than anything else.
2.  The happier you are, the more you can help others.
3.  Smiling makes you happy.
4.  The more relaxed you are, the happier you are.
5.  A moment of meditation can help you refresh yourself.
6.  The lower your expectations are, the happier you are.
7.  Happiness attracts happiness.
8.  The ultimate healing is to live joyfully at each moment.
9.  The more fully you face your own death, the more joyous you become.
10. You can always improve your art of joyful living.


Seven Laws of De-aging

1. You age but also de-age.
2. You age and de-age at the same time.
3. You age quickly by overwork, overstress, negative emotions, eating fast food, reliance on substances, and the lack of de-aging activities.
4. You de-age by slowing down and having good medical care, a healthy diet, exercise, a relaxed lifestyle, excitement in life, love, positive emotions, spending time with friends, enjoying silence, actively facing your own death, and maintaining youthful thinking.
5. At each moment you have a choice of aging or de-aging.
6. There is a limit for de-aging, but there is no limit for increasing your positive lifespan. [positive lifespan = time x joy density]
7. You can always improve the art of de-aging.

Ich finde, wir sollten darüber gemeinsam nachdenken - in den Sätzen von Sensei steckt eine Leichtigkeit, die keine Oberflächlichkeit ist. Es ist eine Helligkeit, die das Dunkle verarbeitet hat. Es deutet die höchste Stufe des kriegerischen Weges an (Budo), wo der ganze Streit unseres Daseins in universeller Liebe verschmilzt.

Ich bin mir sicher, dass durch O Sensei in diesem jugendlichen Tanahashi - der uns jetzt als 78Jähriger Meister begegnet - etwas "gepflanzt" wurde (SEI). Dabei ist es unerheblich, wer oder was die Funktion des Reiskorns (SEI) übernimmt. Jede "Konstellation" kann uns ein weiteres Tor öffnen, wenn wir dazu bereit sind. Die universalen (Natur)Prinzipen, die O Sensei sprichwörtlich ergriffen haben, gelten auch für uns.

Thorsten Schoo

Lehrreicher Abend mit Kazuaki Tanahashi Sensei

Wir hatten einen wunderschönen Abend mit einem außergewöhnlichen Sensei, Kazuaki Tanahashi.

Weltbekannter japanischer Kalligraphie Meister, Autor, Dichter, Übersetzer, Friedensaktivist - und zu guter Letzt auch noch direkter Schüler von O Sensei in den Jahren 1947-1948!

Was er über diese Zeit zu berichten weiß, berührt uns als Aikidoka natürlich besonders. Darüber an dieser Stelle mehr. Wir müssen das erst einmal verdauen.

Ich möchte aber, neben ein paar Fotos (Ausschnitte aus seinem Vortrag folgen später) hier eine Email von Regina Oberndorfer, der Leiterin des Dogen Zendo in Frankfurt, wiedergeben.

Lieber Thorsten,

ich möchte Dir von Kaz ausrichten, dass ihm der Abend gestern bei Euch im Dojo ausnehmend gut gefallen hat. Ganz begeistert war er über die vielen interessierten Beiträge und Fragen. Er schätzt Eure aufrichtig übenden Teilnehmer sehr. Wahrscheinlich meldet er sich persönlich noch mal bei Dir. Er meinte auch, dass er gerne noch ein anderes Thema vortragen könnte, falls Ihr den Wunsch danach verspürt und irgendein Anliegen hättet.


Haben wir ...


Fotogeschenke aus Japan

Diese letzten Fotos aus Japan habe ich vom Shiseikan geschenkt bekommen. Eine nette Geste!

Thorsten und Stephanos (Athen) am Strand von Kashima














Die leaders group vor einem ganz besonderen Tori im Kashima Jingu
Inaba sensei prüft Thorsten's Kesa

















































Thorsten Schoo - Kesa giri


Lehrgang mit Philippe Orban Juni 2012

Wir hatten einen sehr schönen Lehrgang Aikido und Kenjutsu mit Philippe Orban, 6. Dan aus Leipzig.

Atmung - die richtige Haltung - und Enstpannung: das waren die drei Prinzipien, mit denen Philippe im SEISHINKAI gearbeitet hat.

Es ist gut zu sehen, wie jemand wie Philippe Orban und Thorsten Schoo - die in ihrem Budo zwei wichtige Einflussgrößen teilen, nämlich Christian Tissier und Inaba Minoru - nach mehr als 10 Jahren eigener Recherche kreativ in die gleiche Richtung konvergieren: Takemusu Aiki.

Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt!

Urkunden

Die neuen Kyu-Urkunden und Mon-Urkunden sind da! Ning Wang der Künster, welcher auch die Dan-Urkunden entworfen hat) hat wieder ganze Arbeit geleistet.

Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Wang.

Thorsten in Japan - Schlussbericht

Die letzten Tage waren wir viel unterwegs, ich konnte den Bericht nicht regelmäßig fortführen. Hier sieht man den brandneuen A 380, mit dem wir am Donnerstag Morgen von Narita zurückgeflogen sind. Es passen mehr als 500 Leute rein, ein tolles Flugzeug: es ist viel leiser als eine 747, und es fliegt auch ruhiger.

Was ist bis dahin noch passiert? Am Dienstag früh waren wir im Gokyuda Art museum am Fusse des Mitakebergs, auf dessen höchsten Punkt der Mitake Schrein gebaut ist, den wir an diesem Tag auch besucht haben.
Ein sehr schönes Museum mit tollen Tuschezeichnungen aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Im Garten des Museums gibt es diesen wunderschönen Zengarten, der mit einfachen Mitteln Größe und Erhabenheit vermittelt. In diesem Garten liegt auch das Atelier eines berühmten Malers, der hier mit seiner Frau gelebt hat (Namen habe ich vergessen).

Nachmittags erreichen wir auf sehr kleinen Straßen die Bergbahnstation, die uns auf den Mitakeberg hinaufführen wird. Der Plan ist ja, sich den Mitakeschrein dort oben anzuschauen, und im angrenzenden Hotel (das vom dortigen Priester höchst persönlich geführt wird) zu übernachten.

Der Blick auf die Berge, während unseres Fussmarsches zum Schrein (etwa 45 min Gehweg).


Mittagessen im Hotel.

Mit Pascal Durchon und den zwei Schülern von Anita Köhler (Patrick und Tilmann) in diesem Zimmer. Die Fenster öffneten nach draußen in einen Bambusmischwald, wir hatten sie die ganze Nacht offen. Es hat beständig geregnet. Schwere, beruhigende Tropfen. Ich habe unglaublich gut geschlafen.

Am nächsten Morgen verließen wir das Hotel um 6 Uhr, um in einem etwa 1stündigen Fußmarsch einen besonderen Wasserfall zu erreichen, wo die Trainingsgruppe eine gemeinsame Misogipraxis (Reiningungsritual) abzuhalten.

Tori fune (symbolisches Rudern) so laut, dass es im Tal widerhallt, Anrufen der Götter, Furitama (Schütteln der Energie im Hara) und schließlich das eiskalte Wasser des Wasserfalls .... - eine Situation,  einerseits sehr persönlich, andererseits schweißt sie alle Beteiligten eng zusammen.

Nach langem Fussmarsch zurück und einem leckeren Frühstück fuhren wir zurück nach Tokio, mit einem Abstecher in eine alte Sakemanufaktur, wo es auch noch ein Mittagessen gab.

Offizielle Verabschiedung nachmittags, Urkunden und schließlich ein vorzügliches Abendessen bei dem Chinesen in Harajuku, wo wir auch schon bei dem ersten Leaders Seminar in 2009 waren.

Die Reden jedes einzelnen Teilnehmers, schließlich auch von Araya Kancho und von Inaba Sensei verdichten dieses Seminar noch einmal intensiv. Jeder arbeitet "in einer anderen Ecke" des Seins, sozusagen. - Wir verabschieden uns mit großer Herzlichkeit, Verständnis und auch Bescheidenheit. 

Ich freue mich auf dem Weg zurück ins dormitory aber auch auf den langen Flug zurück nach Hause, wo ich mindestens 4 Spielfilme schauen werde.