Thorsten in Japan - Schlussbericht

Die letzten Tage waren wir viel unterwegs, ich konnte den Bericht nicht regelmäßig fortführen. Hier sieht man den brandneuen A 380, mit dem wir am Donnerstag Morgen von Narita zurückgeflogen sind. Es passen mehr als 500 Leute rein, ein tolles Flugzeug: es ist viel leiser als eine 747, und es fliegt auch ruhiger.

Was ist bis dahin noch passiert? Am Dienstag früh waren wir im Gokyuda Art museum am Fusse des Mitakebergs, auf dessen höchsten Punkt der Mitake Schrein gebaut ist, den wir an diesem Tag auch besucht haben.
Ein sehr schönes Museum mit tollen Tuschezeichnungen aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Im Garten des Museums gibt es diesen wunderschönen Zengarten, der mit einfachen Mitteln Größe und Erhabenheit vermittelt. In diesem Garten liegt auch das Atelier eines berühmten Malers, der hier mit seiner Frau gelebt hat (Namen habe ich vergessen).

Nachmittags erreichen wir auf sehr kleinen Straßen die Bergbahnstation, die uns auf den Mitakeberg hinaufführen wird. Der Plan ist ja, sich den Mitakeschrein dort oben anzuschauen, und im angrenzenden Hotel (das vom dortigen Priester höchst persönlich geführt wird) zu übernachten.

Der Blick auf die Berge, während unseres Fussmarsches zum Schrein (etwa 45 min Gehweg).


Mittagessen im Hotel.

Mit Pascal Durchon und den zwei Schülern von Anita Köhler (Patrick und Tilmann) in diesem Zimmer. Die Fenster öffneten nach draußen in einen Bambusmischwald, wir hatten sie die ganze Nacht offen. Es hat beständig geregnet. Schwere, beruhigende Tropfen. Ich habe unglaublich gut geschlafen.

Am nächsten Morgen verließen wir das Hotel um 6 Uhr, um in einem etwa 1stündigen Fußmarsch einen besonderen Wasserfall zu erreichen, wo die Trainingsgruppe eine gemeinsame Misogipraxis (Reiningungsritual) abzuhalten.

Tori fune (symbolisches Rudern) so laut, dass es im Tal widerhallt, Anrufen der Götter, Furitama (Schütteln der Energie im Hara) und schließlich das eiskalte Wasser des Wasserfalls .... - eine Situation,  einerseits sehr persönlich, andererseits schweißt sie alle Beteiligten eng zusammen.

Nach langem Fussmarsch zurück und einem leckeren Frühstück fuhren wir zurück nach Tokio, mit einem Abstecher in eine alte Sakemanufaktur, wo es auch noch ein Mittagessen gab.

Offizielle Verabschiedung nachmittags, Urkunden und schließlich ein vorzügliches Abendessen bei dem Chinesen in Harajuku, wo wir auch schon bei dem ersten Leaders Seminar in 2009 waren.

Die Reden jedes einzelnen Teilnehmers, schließlich auch von Araya Kancho und von Inaba Sensei verdichten dieses Seminar noch einmal intensiv. Jeder arbeitet "in einer anderen Ecke" des Seins, sozusagen. - Wir verabschieden uns mit großer Herzlichkeit, Verständnis und auch Bescheidenheit. 

Ich freue mich auf dem Weg zurück ins dormitory aber auch auf den langen Flug zurück nach Hause, wo ich mindestens 4 Spielfilme schauen werde.