Gastgeschenk

Bei meinem letzten Aufenthalt in Oslo habe ich ein kleines Buch geschenkt bekommen mit dem Titel "Aikido Preparatory Exercises" mit Suganuma Morito Sensei. Darin zitiert er zum Beispiel
Masahiro Yasuoka Sensei. He defined three ways of keeping physically and mentally fit for the busy person, and practiced them for himself.

1. Always carry the Spirit of Happiness in your mind. No matter how hard things get, you should have some space for the Spirit of Happiness, deep in your mind. For example, should someone say something bad to you, attempt to slander or pass rumors behind your back, naturally will get mad, but even so inside your mind you should think, "Wait, this is actually a good opportunity for me to reflect upon myself. It will help me grow as a human being. Good, good."

2. Always be thankful. Be thankful for a bowl of rice. Be thankful for having had a safe year, even in the face of misfortune. Be thankful for everything that comes our way, big or small.

3. Always act charitably in secret. Aspire to do a good deed all the time, even when no one is looking. It doesn't matter how big or small it is, volunteer at every opportunity.

As lon a you practice these three ways of spending a healthy and happy life, your fortunes will grow.


Schwert Intensivlehrgang für Kinder

In der 43. Kalenderwoche wollte der Kinderhort aus Frankfurt Rödelheim ungewöhnlicherweise ein "Kampfseminar" mit den überaus agilen Kindern des Hortes veranstalten und wendete sich in diesem Zusammenhang an uns.

Die Vorstellungen gingen zunächst in Richtung freier Stockkampf !! - wobei wir hier doch abgebogen sind, um in einem Schwertseminar den Zusammenhang zwischen  Konzentration, der Kunst des Wartens und Explosion herauszuarbeiten.

Nun war dies unser erster Kurs in dieser Intensität, immerhin vier aufeinander folgende Tage. Thorsten hatte tatkräftige Unterstützung von Karolina Seibold und Mira Frings, ohne deren Hilfe der Kurs nicht hätte stattfinden können. Denn gleichzeitig gibt in dieser Zeit für alle Trainer auch andere Verpflichtungen in Schulen außerhalb.

Der Kurs war wohl für alle so intensiv und anspruchsvoll, auch für die drei BetreuerInnen, die dabei waren, dass wir leider vergessen haben, mit Fotos zu dokumentieren! So gibt es leider keine Bilder. Wir werden aber später versuchen, noch ein paar Impressionen mitzuteilen.

Vielen Dank an den Hort für den Auftrag und die Kinder für ihr großartiges Engagement. Wir wünschen Euch alles Gute - und vergesst nicht: das Schwert und Euer Willle können durchgehen ...

In Oslo Oktober 2012

Ich kenne Oslo im Sommer und im Winter. Im Herbst - bei diesem Besuch hat es viel geregnet - schwillt der Bach, der direkt am Dojo vorbeifließt, zu einem reißenden, donnernden Fluss an.

Noch nie waren bei einem Wochenendlehrgang kontinuierlich so viele Leute zu Besuch wie in diesem Jahr. Man musste schon aufpassen, und vor allem bei der stickigen Luft und den vielen Leuten die Tür nach draußen offen halten - nur dass ich dann kaum mein eigenes Wort verstand.

Die Kinder hier, habe ich gehört, meditieren gerne zu dem tosenden Lärm - erstaunlich auf den ersten Blick. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, eigentlich klar: Da draußen, das ist der Lärm einer größeren Natur; da fühlt es sich nicht gut an, zusätzlichen Lärm zu machen.

"What comes up must come down". Bald schon werden die Regenfälle aufhören und in Schnee übergehen. Erst die Schneeschmelze im Frühjahr wird die Wasser wieder über die Ufer treten lassen. Der Fluss wird  bald wieder leiser werden. -

Doch jetzt, während ich dieses Seminar halte, mit diesen inspirierenden Leuten, lasse ich es schon jetzt schneien, fühle eine außerordentliche Stille in mir und eine kristalline Präzision im Ausdruck.

Dieser Fluss ist in gewisser Weise stärker als ich: Ich hatte ganz andere Dinge vor zu unterrichten. - Tatsächlich geht es um Shomen uchi und Yokomen uchi, diese zwei fetten Brocken, um die wir immer wieder herumspülen. Wie kann man die Angriffe von außen aufnehmen, wie kann man direkt in sie hineingehen - und dabei mit dem gleichen Geist voranschreiten?

Es gab abends beim Dinner eine lebhafte Diskussion darüber, ob im Aikido das Ausweichen und Mitgehen eigentlich vorherrschen muss, und welchen Stellenwert das Eintreten überhaupt hat. - Diese beiden Prinzipien sollten sich meiner Meinung nach im Aikido ständig ausgleichen.

Aikidoseminar in Brandbu

Wie eigentlich bei jeder Begegnung mit den Aikidoka in Brandbu / Norwegen bin ich sehr berührt von ihrer Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft.

Die Schüler in diesem einzigartigen Aikido Internat haben ein Jahr Zeit, ihr Leben neu zu ordnen, wenn nötig,  und Kraft zu sammeln für die ersten Jahre nach der Schule: In welche Richtung soll das Leben gehen? Nicht nur beruflich, viel essentieller: Wie tief will ich mich einmischen, wie weit will ich draußen bleiben? Was erwarte ich vom Leben, und was erwarten die anderen (in meinem Kopf) von meinem Leben?

Es ist da nicht überraschend, dass Berufsfragen in diesem Kontext nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der Übungsraum ist weitgehend frei von den ledernen Bandagen des Mainstream. Das tägliche Keiko (ganzheitliche Übung des Aikido) wirkt unter diesen Bedingungen wie ein mächtiger existenzieller Hebel.

Vorausgesetzt, die Leute lassen sich auf die Arbeit ein, selbstverständlich. Ich habe mittlerweile schon einige Menschen getroffen (und nicht nur in Brandbu!), die durch ihr persönliches Training dort verstanden haben, auf was es für sie in diesem Leben ankommt. Stetig bewegen sie sich weiter auf ihrem Weg weg vom Unglück...

Nebenbei: Wenn das Unglück fehlt, ist es dann Glück? - Das Eigenartige am Glück ist ja, dass, wenn wir darüber reden, die Situation, in der wir Glück empfunden zu haben glauben, schon längst wieder vorbei ist. Und dass wir in dieser Situation keine Zeit fanden, an das Glück zu denken!

So wie die Rede vom Unglück kann auch die Rede vom Glück nicht  beschreiben, was im Aikido vor sich geht. Sie packt das Wesentliche, das Bewegende in eine Box und verniedlicht es. Aikido ist nur im Tun, im Moment.

Jo-Jutsu für Fortgeschrittene

Dieser sehr kleine Lehrgang für Fortgeschrittene hatte es in sich. Elemente des täglichen Trainings im wurden aufgegriffen und im Hinblick auf die freiere Auseinandersetzung weitergeführt.

Es gab auf der Matte schon das eine oder andere feedback - deswegen möchte ich alle TeilnehmerInnen einladen, ihre Eindrücke, Erkenntnisse und  Erfahrungen aufzuschreiben! Selbstverständlich sind auch die Eindrücke der Gäste - für die die Jo-Jutsu Arbeit nicht selbstverständlich ist, interessant für uns. Sendet die Sachen einfach per Email an mich.

Ich persönlich fand den Rhythmus des Lehrgangs sehr schnell - 4 Stunden sind natürlich nicht viel. Ich fände es zum Beispiel sehr interessant, einen Jo-Jutsu Lehrgang superintensiv - z.B. 6 Stunden in 3 Einheiten an einem Tag - abzuhalten. Wenn sich 10 Fortgeschrittene finden, würde ich das machen :-)
 

Thorsten Schoo

Stocklehrgang intensiv Oktober

Der Stocklehrgang Intensiv am 13. Oktober ist voll belegt. Wir haben eventuell noch Platz für 2 Personen. Bitte meldet Euch bei Thorsten Schoo direkt.

Herbstlehrgang 2012

Samstag, der erste "Intensiv Tag", war thematisch voll, die Matte war voll, die Köpfe am Ende der 5 Stunden Training übervoll, der Körper auf dem Weg nach Hause wie Gummi ... (so zumindest einige, die ich interviewt habe).

Sonntag, der Passagenlehrgang, war noch voller, aber auch ruhiger, mit der gewohnten Vorbereitung für die aufeinander aufbauenden Grade.

Es waren sehr schöne Passagen, herzlichen Glückwunsch an:

Paul Menesi, 6. Kyu
Dennis Lange, 6. Kyu
Carlos Mullov, 5. Kyu
Igor Sementchuk, 5. Kyu
Daniela Appel, 5. Kyu
Jenna Limbach, 5. Kyu
Byron Uzoma, 4. Kyu
Oliver Reiss, 4. Kyu
Andreas Treccosti, 3. Kyu
Benjamin Redeker, 3. Kyu
Udo Hornbogen, 1. Kyu
Mira Frings, 1. Kyu

Glückwunsch auch noch einmal an Krystian Semtner-Gralek und Yves Krüger, die ihre erste bzw. zweite Dan Urkunde verliehen bekommen haben.