Im Vorbeistreifen gepflückt

Aikido means different things to different people: some may consider it to be an ideal fitness activity; others will view it as an ideal self-defense system. We think that Aikido may come to mean a lot more: it can become a path through which you will know yourself better, or even change yourself for the better.

Reflections on the surface of a pool of water will tell you little about its depth. It is better to light a candle than damn the darkness.

The rules which govern nature also govern Aikido. Even a small bird can fly in stormy weather; however, she must not resist the wind. Instead, she should use its momentum to her own profit. You can successfully navigate a small boat on high seas – provided that you know how to sail the waves. The same applies to Aikido students – they learn how to receive their opponents' momentum and then, in turn, try to use it to their own gain, instead of resisting.

gelesen auf der Webseite: www.aiki.sk

Thorsten Schoo Ken-Jutsu Seminar März 2013

Von der wunderbaren Macht der Atmung

Windstille - Wir atmen nicht, arbeiten in langen Atempausen, atmen nur wenig und ganz bewusst zu bestimmten Momenten ein, arbeiten daran dieses Einatmen mit der Bauchatmung geschehen zu lassen, - möglichst einfach auf körperlicher Ebene. Der Geist ist frei. Wir sind in Bewegung. Windstille. Nichts bewegt unseren Geist. Wir gehen in Kontakt mit unserem Partner, noch bevor körperliche Berührung möglich ist. Gehen in die gemeinsame Bewegung, kreuzen vor dem Wind, sind von Aufruhr ganz unbewegt. Windstille.

Letzten Donnerstag haben wir im Stocktraining, besonders aber im Aikidotraining unseren Fokus ganz besonders auf die Atemarbeit gelegt. Weniger in der traditionellen Form, in der eine einzelne Ausatmung einen Wurf oder unser Ukemi begleitet und unterstützt, sondern in der Form, die zum Burst-Breathing weiter leitet. Wir atmen bewusst nur wenig ein, und atmen dann überhaupt nicht mehr.
Wohlgemerkt, wir halten den Atem nicht an. Wir halten die Luft nicht fest. Wir lassen einfach nur das Atmen sein! In der Atemstille sind wir frei. Kein Lüftchen kann uns berühren, keine Bewegung in Unruhe versetzen. Der Geist ist klar und frei. Wir geben uns ganz dem Rhythmus der Bewegung hin, nehmen kurz und gezielt ein wenig Luft auf und lassen sie in der Stille aufgehen. In dieser Stille sind wir ganz Bewegung. Nur das, sonst nichts.

Selbstverständlich ist das nicht so leicht und gelingt nur vorübergehend. Das Training hilft uns dabei, diesen Zustand immer häufiger zu erreichen. - Letzten Donnerstag war es mir gelegentlich möglich, für kurze Zeit so zu trainieren.

Ein Zeichen für die Wirksamkeit dieser Art der Atemarbeit war mir auch, dass ich auf dem Nachhauseweg merkte, dass ich einen anderen Bewusstseinshorizont erreicht hatte. Nichts Besonderes, nur eben dieses kleine bisschen mehr Präsenz, einen ungewohnt hohen Grad an Entspanntheit, den Eindruck einmal für kurze Zeit von Emotionen unverschmutzt einfach nur in der Welt zu sein, zu sehen, zu hören, wahrzunehmen und sonst nichts. Kein Radau der Gedanken. Windstille. Dank der wunderbaren Wirkung der Atemkraft. Vielen Dank für dieses Training, Thorsten!

Mirjam