Aikido am 13.

Der Aikidolehrgang von Thorsten Schoo im April fiel auf den 13. - ein ganz gewöhnliches Datum, es hätte auch jedes andere sein können.

Aber dann sind plötzlich ungewöhnliche Dinge passiert - aus katate dori gyaku hanmi entwickelte Thorsten "leere Räume" zwischen den Partnern, versuchte, die "leeren Bereiche im Spinnennetz" nachzuzeichnen. Ein bisschen geisterhaft,  aber durchaus spürbar:

Wenn Tori die Hüfte auf Ukes Information hin etwas freigibt, entsteht ein ungünstiger Winkel für Uke, eine Situation, aus der sich im Training unzählige verschiedene Varianten von Würfen und Kontrollen ergeben haben.

Dies ist - so Thorsten Schoo - die 3. Stufe der Interaktion.

In Stufe 1 bewegt sich Tori mehr um den zumeist statischen Uke und bereitet so die Technik vor.
In Stufe 2 geht es um die Grunddynamik  Tori wird in der gemeinsamen Bewegung zum Zentrum des Geschehens (häufig innere Eingänge).
Die 3. und fortgeschrittenste Stufe dreht die Verhältnisse des Anfangs um: Uke bewegt sich mehr als Tori.


Diese Reihenfolge beschreibt auch eines der Grundmuster, in denen SEISHINKAI AIKIDO von Anfang an geübt wird. Wir wollen nicht stecken bleiben im Anfang - und wir brauchen auf der anderen Seite zum Verständnis solide Grundlagen.

In Wahrheit gibt es den angedeuteten Widerspruch überhaupt nicht :-) Der scheinbare Widerspruch zwischen Anfang und Meisterschaft entsteht aus dem Versuch, die Dinge intellektuell endgültig zu ordnen und damit weniger aufregend zu machen.