Aikido West, Frank Doran Shihan

Frank Doran ist glaube ich jetzt 81 Jahre alt. Jedenfalls war er, als ich ihn das letzte Mal vor 10 Jahren getroffen habe, schon ueber 70.
Man sieht ihm die Kraft und Staerke von frueher immer noch an, ein grosser und aufrechter Mann, der frueher die United States marines in hand to hand combat und die Polizei in defense tactics unterrichtet hat.

Im Training am Samstag sind ca. 15 Leute, darunter eine Frau im Rollstuhl und im schwarzen Guertel, die - ich weiss nicht welches Schicksal ueber sie gekommen ist - weiter Aikido macht und sich offensichtlich wohl fuehlt.
Sensei ist dreimal in der Stunde sehr freundlich und zeigt mir etwas. Dabei ist sein Griff unglaublich weich und tief irgendwie, schwer zu beschreiben. Sehr ueberzeugende Techniken jedenfalls. Das hat bei mir, der ich ihn gar nicht so in Erinnerung hatte, eine angenehme Verwirrung ausgeloest.

Zum Schluss gab es noch 5 Minuten jiyu waza, wobei Frank mich vorher noch mal zur Seite genommen hat um mich daran zu erinnern, dass bei ihm immer ganz angenehm fliessend und ohne counterstrikes geuebt wird. - Auf eine andere Idee waere ich auch nicht gekommen. Die Atmosphaere in Aikido West ist auesserst respektvoll, milde und von einer kargen Schlichtheit.

Thorsten Schoo

Suginami Aikikai in San Francisco

Das Training mit Jimmy Friedman vom Suginami Aikikai hat sehr viel Spass gemacht. So  viel ich davon in der kurzen Zeit erleben konnte - ich war zweimal da, dienstags und donnerstags, das eine Mal Aiki, am Donnerstag Jo wie bei uns ;-)

James Friedman senseis Aikido ist sehr weich, fast tai chi artig, und in der Kombination mit dem Kickboxen und dem BJJ, das er sehr regelmaessig trainiert, auf jeden Fall interessant. Jimmy hat mich eingeladen, auch  selbst Training zu geben, und so haben ich am Dienstag gleich, weil vom Jo die Rede war, reagiert und mein Jo-Jutsu eingebracht. Die Leute hatten offensichtlich viel Spass dabei, obwohl ihre Stockarbeit - von Kato sensei herkommend, einem im letzen Jahr verstorbenen 8. Dan- ganz anders ist! Aber das wusste ich ja am Dienstag noch nicht.

Immer locker man selbst bleiben. Das ist das Wichtigste im Leben. Es zeichnet die guten Leute auch aus, dass sie das unbedingt zu schaetzen wissen. Vielleicht bekomme ich es hin, dass James im naechsten Jahr zu uns nach Frankfurt kommt, dann lernt ihr ihn auch einmal kennen!

Vom Dojo und vom Training habe ich leider keine Aufnahmen, bei dem ganzen Training habe ich gar nicht an Fotos gedacht. Aber ich habe zwei nette Fotos von Alexander K. und mir an der Golden Gate bridge. Alex hat war fuer mehrere Jahre mein Schueler in Frankfurt, ist dann zurueck nach Amerika und ist im Silikon Valley sehr erfolgreich.

Gruesse an alle, die ihn noch kennen!

Aikido fürs ganze Leben

Jeder Aikidoka kennt O-Senseis Äußerung "Ikkyo das ganze Leben".
Man fragt sich zuerst, was soll das heißen? Dann denkt man vielleicht, wie soll das gehen? Und schließlich entdeckt man erfreut, dass man nun schon mehrere Jahre Ikkyo gemacht hat, ohne dass es einem je langweilig geworden ist, dass man noch immer neue Dinge darin lernen und üben kann und dass man sich tatsächlich vorstellen kann, das ganze Leben lang Ikkyo zu machen.

Bestimmt kennst Du diesen Moment, wo Du plötzlich im Training so eine Art Erfahrung des Erwachens hast. Du bemerkst plötzlich, dass Du ein- und demselben Lehrer nun schon zum zigten Mal beim Vorführen und Erklären einer bestimmten Technik zuschaust und zuhörst, und dass es Dir noch nie so vorgekommen ist, als würdest Du das selbe hören, als würde sich etwas wiederholen, sondern Du stellst erfreut fest, dass Du jedes Mal etwas Neues hörst, etwas wahrnimmst, das Du zuvor (noch) nicht wahrnehmen konntest, dass das Aikido tatsächlich so vielschichtig und wahrhaftig ist...

Lange Zeit bleibt es kaum erkennbar, ob und wie das Aikido das eigene Alltagsleben beeinflusst, ob es gelingt, den Aikido-Weg tatsächlich auch außerhalb des Dojos zu gehen. Es ist auf jeden Fall eine große Herausforderung an die eigene Geduld.
Nicht umsonst wird das Aikido als Meditation in Bewegung bezeichnet. Da wo sich Philosophie und Meditation begegnen - in der Kontemplation - ist Aikido in Bewegung, kaum theoretisch sondern direkte Erfahrung, ganzheitliche Begegnung mit dem Sosein.
Nach und nach gelingt es einem immer öfter dieses Seinsgefühl in den Alltag mitzunehmen. Die hohen Ansprüche, die theoretischen Ideen werden relativiert, die Momente der direkten Berührung mit dem Leben nehmen zu.

Mirjam

Bridge seminar with Ikeda sensei in Seattle

Auf meinem Weg nach Neuseeland hatte ich einen Zwischenstopp in Seattle und das Vergnuegen, an dem Bridge Seminar mit Mary Heiny sensei und Ikeda sensei teilnehmen zu koennen. Einige werden sich erinnern, dass ich Ikeda 2012 (nach zehn Jahren) in Suedfrankreich zum ersten Mal wiedergesehen habe und die Entwicklung seines Aikido mich stark beruehrt hat.

Was war anders? Wie viele von uns ist auch Ikeda sensei auf dem Weg "von aussen nach innen" oder von der Technik hin zum glaubwuerdigen Kontakt. Die Technik aus der Begegnung selbst heraus entstehen lassen. Schwierig darueber zu schreiben, aber es ist im Grunde derselbe Ansatz, den der Shiseikan in seinem Taijutsu oder Seishinkai Aikido in den Grundlagen hat.
Unterrichtet haben hauptsaechlich Mary Heiny und Ikeda sensei, andere Lehrer wie Kimberley Richardson, Lee Crawford, Joanne Veneziano und George Ledyard haben jeweils eine Stunde unterrichtet - wobei mich George Ledyard sensei von Northeast Aikido am meisten beeindruckt hat.
Im Grunde haben wir nicht viel bewegt. Sehr viel katate dori, yokomen uchi und ein bisschen shomen uchi. Wir sollten stets darauf Acht geben, nicht den anderen veraendern zu wollen ("wann hattest du schon jemals eine Beziehung, in der du den oder die andere veraendern konntest"), sondern dich selbst. - Also deine Position oder "line" veraendern, waehrend du die Beziehung zum Partner unveraendert aufrecht erhaeltst. Wir haben von dieser Arbeit schon einiges kennengelernt, speziell in den Grundlagen.
Katate dori oder ai hanmi katate dori ist perfekt fuer diese Art von Arbeit, weil es langsam gehen muss, man muss seine alten Muster sozusagen vorsichtig anpirschen. Ikeda sensei betonte des oefteren, dass die Idee des Bridge seminars ja ist, Menschen zu begegnen (it's about meeting people) und nicht den anderen von seiner guten Technik zu ueberzeugen. Das ist ein wunderbarer Ansatz, der in dieser Weise fuer mich auch relativ neu ist. Man darf so etwas natuerlich nicht mit der normalen Dojoarbeit verwechseln.
Alle anwesenden Lehrer haben selbstverstaendlich ihren Technikkanon und ihre Unterrichtsmethoden, doch konnte man, dem Lehrgangsthema entsprechend, davon wenig sehen. -
Anders am Abend vor dem eigentlichen Seminar, wo ich Bruce Bookman sensei von Tenzan Aikido Seattle in seinem Dojo besuchen konnte. Ich bin froh ueber den Tipp von Max Eriksson vom Aikido Dojo Gleisdreieck in Berlin, er sagte ich solle Bruce besuchen, er wuerde mir gefallen - hat er, danke Max! Bruce ist ein sehr  verantwortungsbewusster Lehrer, seit 35 Jahren integriert er sehr vorsichtig seine BJJ Erfahrung und die regelmaessige Yogapraxis in sein Aikido, ohne dass man sagen koennte, es wirke kuenstlich.
Bruce ist dem Geist kontinuierlichen Wachstums verpflichtet - wie uebrigens alle bereits genannten Bridge player auch - doch ist sein research eher technisch Budo, wenn ich mal so sagen darf. Das liegt mir persoenlich naeher als die Psychologisierung der Technik ...

Auf der anderen Seite, wenn sich dein Sein im Tun "verdreht", also wenn deine Aktion nicht authentisch oder sogar leer ist, hat auch niemand etwas davon. Es bleibt eine schwierige und spannende Balance. Fuer mich ist Aikido zunehmend wie eine klassische Kunst, zu der ich vielleicht einen unkonventionellen Zugang gefunden habe. Wir improvisieren jedenfalls von Anfang an, inmitten einer klassischen, durch Christian Tissier geformten Tradition.
Bruce Bookman hat im uebrigen mit Jimmy Friedman - den ich morgen in San Francisco besuchen werde - in einigen Aiki Expos in San Diego zusammengearbeitet. Bruce hat mir seine DVD geschenkt, die er mit Jimmy Friedman und einem professionellen Kickboxer zusammen gemacht hat. Ich kann sie auf meinem Tablet leider nicht anschauen und bin gespannt auf zu Hause!

Gruesse an alle aus dem Flugzeug - sie haben hier Wifi an Bord - und alle Leute arbeiten :-)
Thorsten

USA NZ - 2

Ich habe noch nicht herausgefunden, wie man mit dem tablet von hier aus in blogger die fotos zurechtschneidet und platziert. Deswegen liegt das erste Foto in dieser Groesse ganz unten am Text. Ich habe werde bestimmt noch mehr schoene Fotos machen - Mirjam, du hast das doch schon mal hinbekommen von Norwegen aus. Vielleicht kannst du mir erklaeren wie das geht?

Hier auf jeden Fall ein paar atemberaubende Fotos aus dem Flieger heraus auf Groenland. Im ganzen Flugzeug haben die Kameras andauernd geklickt! Die kleinen weissen Flecken sind grosse Eisberge.

Usa Neuseeland 1

"Ihr Lieben", so moechte ich fast in die Heimat schreiben  - so weit weg war ich noch nie. Die Etappen sind recht kurz, die druebergehuepften Zeitzonen lang. Dies ist jetzt glaube ich der vierte Tag der Tournee . Die bioologische Uhr zeigt noch halb auf Deutschland, obwohl ich inzwischen durch 4 verschieden Zeitzonen gereist bin, immer nach Westen, in die Richtung, in der einem Zeit "geschenkt" wird - habe heute morgen mit meiner Familie geskypet, mein kleiner Sohn Noah konnte sich einfach nicht vorstellen, dass er jetzt ins Bett gehen muss, waehrend ich nich nicht mal gefruehstueckt habe.

Noch vor Mitternacht in Portland angekommen, hat mich Jean Francois Cloutier, das ist einer von Garys begeistertsten Schuelern, vom Bahnhof abgeholt und bei sich zu Hause aufgenommen. Ein wenig Schlaf, ein wunderbares Fruehstueck seiner Frau Liz und um 10 Uhr ging bereits der erste Lehrgang los. Die Leute konnten meine Arbeit sehr gut aufnehmen und hatten glaube ich viel Spass. - Das Fortgeschrittenen Training am Montagabend, das ich leiten durfte, ergab noch einmal ein paar neue Gesichter und Bekanntschaften.

Das Aikido Dojo of Maine, in dem ich unterrichtet habe, existiert seit 2001 in dieser Form, es ist sehr schoen, 180 qm tatami, mit  einigen Kalligrapien von Saotome  und Ikeda Sensei. Bemerkenswert ist auch das serioese Kinderprogramm, das dem unseren vergleichbar ist. Auch hier gibt es einiges, ueber das wir uns austauschen koennen, wenn ich wieder zurueck bin.

Dienstag in aller Fruehe nach einem Spiegelei wurde ich dann zurueck zum Busbahnhof gebracht, damit ich den Flieger nach Boston nicht verpasse. Von Portland nach Boston sind es mit dem Bus 2 Stunden. Von Boston nach Houston mit dem Flieger 4 Stunden, zwei Stunden Aufenthalt, dann 5 h nach Seattle, dann noch mal 2 h mit Sbahn, Bus und zu Fuss in mein Zimmer, mit dem ich sehr zufrieden bin, weil man von hier wohl nur eine halbe h zum Dojo laeuft.

Heute Abend besuche ich Bruce Bookman, morgen geht das Seminar mit Ikeda los. Ich bin guter Dinge und sehr gespannt.

Alexander aus Peking

Liebe Gemeinschaft… nun ist es also real, auch wenn es sich noch sehr unwirklich anfühlt. Ich bin hier in Peking, in einem kleine Café inmitten der alten Hutongs (traditionelle, sehr verschachtelte Höfe, typisch für Peking) - und ausserhalb vom normalen Raum und Zeit.

Ein neues Trainingsjahr hat begonnen, wie Thorsten schreibt, mit den Vorbereitungen für die Kyu-Passagen im Herbst. Wenn ich jetzt noch in Frankfurt wäre, dann würde ich gemeinsam mit Euch meine Passage zum 1. Kyu vorbereiten. Jetzt weiss ich nicht einmal, ob ich überhaupt jemals wieder Aikido trainieren werde. Ich meine damit physisches Aikido, Aikido im Dojo… Das Aikido jeden Tag lässt einen, glaube ich, nie wieder los, wenn man einmal in Kontakt gekommen ist.

In den letzten Wochen hatte ich dafür viel Gelegenheit, noch einmal über das Training an sich nachzudenken, auch im Gespräch mit unseren Deshis… Ein ganz wichtiges Thema dabei war wie intensiv man trainieren kann, soll, muss - wie oft und wie tief? Wir (Ihr) im Seishinkai haben ja den Luxus wirklich jeden Tag trainieren zu können - fast ein Überangebot. Ich weiss nicht, wie es Euch geht - für mich war das unheimlich bequem, ich konnte Aikido ganz entspannt in meinen Berufsalltag, in mein übriges Leben einpassen. Wenn ich Dienstags einen dienstlichen Termin hatte, bin ich eben statt dessen z.B. Donnerstags gekommen, ohne gleich eine Woche zu verpassen, wie in anderen Dojos, wo man nur 1 - 2 Termine pro Woche hat. Mit Sicherheit hat mir das Angebot ermöglichst, regelmäßig auf der Matte zu stehen, ohne in einen Deshi-Status oder in eine Trainer-Ausbildung zu gehen.

Andererseits denke ich jetzt so, in der Rückschau, dass ich dadurch mein Training gewissermaßen "banalisiert" habe. Es war eben genau das - bequem. Ich konnte eine Routine entwickeln, und ich konnte an dem Training regelmäßig teilnehmen. Genau: teilnehmen. Manchmal war ich zwar physisch da, aber eben, nach einem anstrengenden Arbeitstag, im Kopf gar nicht richtig angekommen. Das war ja auch Thema in dem Ura-Kolloquium zum Thema Aikido und Beruf. Was brauchen wir, um auf der Matte anzukommen. Wie gut kommen wir nach einem anstrengenden Arbeitstag, nach einem Tag mit neuen Studieninhalten, vor einem wichtigen Termin wirklich auf der Matte an?

Oft habe ich auch das Angebot konsumiert, ohne es innerlich zu integrieren. Ich konnte es mir gewissermaßen auch leicht machen, denn "morgen" war ja schon wieder die Gelegenheit da… Früher - in einer ersten Aikido-Phase - habe ich sicher intensiver trainiert. Es gab weniger "Alternativen" - sowohl an angebotenen Trainingsterminen als auch an anderen für mich interessanten Freizeitaktivitäten. Und es gab einen anderen wichtigen Unterschied. Ich habe selbst eine Gruppe trainiert. Auch wenn es sich dabei um Jiu-Jitsu gehandelt hat, ich habe sehr viel Aikido einfliessen lassen und war schon deshalb in der Aikido-Stunde als Schüler viel intensiver bei der Sache. Es ist eben ein Unterschied, als Schüler die Bewegung nur zu lernen, oder als potentieller Trainer die Bewegung auch weiter geben zu können.

Ich hatte diesmal, in den 4 Jahren, in denen ich im Seishinkai trainieren durfte, keinen Ehrgeiz, Trainer zu sein oder zu werden. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich von dem hohen Niveau der Deshi und Trainer-Schüler zu beeindruckt war und bin, um mich selbst in dieser Gruppe zu sehen. Für mich war Aikido ein "Labor" für die körperliche Integration von Lebensprinzipien, ein Teil meiner persönlichen Entwicklung - ohne direkte Ambitionen IN Aikido. Aber kann man absichtslos trainieren? Anfangs hatte ich einen festen Plan für meine Passagen - einige von Euch kenne das vielleicht. Dann habe ich gemerkt, dass mein Körper, und mein Geist!, diesem Pan nicht folgen wollten. Also habe ich von meinen Plänen abgelassen, sagen wir, mein EGO musste sich dem Fluss des Lebens fügen… Aber gleichzeitig habe ich, glaube ich jetzt mit gewissem Abstand, auch mit weniger Leidenschaft trainiert. Mit einigen von Euch hatte ich ja meine Zweifel, meinen Frust auch geteilt. Ja, damit habe ich  gerungen, in den letzten zwei Jahren - wie Aikido gut in mein Leben zu integrieren, wie ganz da zu sein, ohne im Äusseren nach Graduierung zu streben, ohne meinen Fortschritt an dem der anderen zu messen.

Vermisse ich das Training? Noch nicht… die letzten Woche waren auch physisch sehr anstrengend, viele Kisten wollten viele Treppen geschleppt werden. Der Wegfall des Job-Stresses hat auch dazu geführt, dass ich weniger Bedürfnis nach "Ausgleich" verspürt habe. Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt. Werden stundenlange Spaziergänge in asiatischen Städten genug körperlicher Ausgleich sein? Wie wird sich mein Körper, ein Rücken anfühlen - ohne Büro, ohne Training? Und nach was wird mein Geist streben, im Übermaß der Eindrücke hier?

Ich bin selber gespannt - und ich werde darüber schreiben.

Euch allen jedenfalls wünsche ich einen guten Start in die neue Saison, ein intensives Training, guten Kontakt - und natürlich den Passagieren viel Erfolg bei den Vorbereitungen.

Alexander

An observation by George Carlin


The paradox of our time in history is that we have taller buildings but shorter tempers, wider Freeways, but narrower viewpoints. We spend more, but have less, we buy more, but enjoy less. We have bigger houses and smaller families, more conveniences, but less time. We have more degrees but less sense, more knowledge, but less judgment, more experts, yet more problems, more medicine, but less wellness.

We drink too much, smoke too much, spend too recklessly, laugh too little, drive too fast, get too angry, stay up too late, get up too tired, read too little, watch TV too much, and pray too seldom.

We have multiplied our possessions, but reduced our values. We talk too much, love too seldom, and hate too often.

We've learned how to make a living, but not a life. We've added years to life not life to years. We've been all the way to the moon and back, but have trouble crossing the street to meet a new neighbor. We conquered outer space but not inner space. We've done larger things, but not better things.

We've cleaned up the air, but polluted the soul. We've conquered the atom, but not our prejudice. We write more, but learn less. We plan more, but accomplish less. We've learned to rush, but not to wait. We build more computers to hold more information, to produce more copies than ever, but we communicate less and less.

These are the times of fast foods and slow digestion, big men and small character, steep profits and shallow relationships. These are the days of two incomes but more divorce, fancier houses, but broken homes. These are days of quick trips, disposable diapers, throwaway morality, one night stands, overweight bodies, and pills that do everything from cheer, to quiet, to kill. It is a time when there is much in the showroom window and nothing in the stockroom. A time when technology can bring this letter to you, and a time when you can choose either to share this insight, or to just hit delete.

Remember to spend some time with your loved ones, because they are not going to be around forever.

Remember, say a kind word to someone who looks up to you in awe, because that little person soon will grow up and leave your side.

Remember, to give a warm hug to the one next to you, because that is the only treasure you can give with your heart and it doesn't cost a cent.

Remember, to say, 'I love you' to your partner and your loved ones, but most of all mean it. A kiss and an embrace will mend hurt when it comes from deep inside of you.

Remember to hold hands and cherish the moment for someday that person will not be there again.

Give time to love, give time to speak! And give time to share the precious thoughts in your mind.

And always remember, life is not measured by the number of breaths we take, but by those moments that take our breath away.

George Carlin