Japan 2014 - 5 Nishi Sensei, 7. Dan Kumano Juku Dojo

3 wesentliche Prinzipien hat Nikitsushi Sensei, 10. DAN, im Kumano Juke Dojo gelehrt:
1. Übernimm die Initiative,  2. zeige keine Öffnung, 3. schaue dem Anderen nicht direkt in die Augen.

Nishi Sensei, einer seiner renommierten Schüler,  zeigt mir das auch gleich bei shomen uchi Ikkyo omote - und schon habe ich eine blutige Lippe!

Aber das wirft ein falsches Bild auf das Training. Zunächst einmal: wir sind nur zu sechst, drei Japaner und drei Europäer. Der Kurs in diesem historischen Dojo ist fast privat. An den Wänden hängen Kalligraphien von O Sensei und eine Reihe von Fotos, die O Sensei bei Demonstrationen oder bei der Grundsteinlegung eben dieses Dojo zeigen.

Es gibt im Prinzip kein Aufwärmtraining. Nachdem wir uns vor der Kamidana verbeugt haben (4 mal klatschen,  wegen der 4 Elemente), dann vor O Sensei rechts, dann vor Hikitsushi Sensei links, beginnt fast wie beiläufig ein Gespräch über das, was einer einer der Teilnehmer vor 25 Jahren erlebt hat. Parallel dazu sagt Sensei die Dehnungen an.

Interessant sind die Standübungen, die uns zeigen sollen, ob wir genügend verwurzelt in der Erde stehen. Sensei schiebt mich locker vom Fleck! Die anderen Europäer auch. Und die Japaner - na die haben in diesen Punkt halt mehr Training!

Dann die Erklärungen zum Atmen bei Torifune und im Stand - alles sehr wertvoll, ich werde es mitbringen!



Natural Extensions - Oslo 2014

Seminar im Tetsushinkan Dojo, London

Ich hatte das Vergnügen, ein Aikido Seminar in Paul Smith's Dojo in London zu halten.

Tetsushinkan Dojo - das Eisenherz Dojo - war früher mal eine Kirche, dementsprechend hoch sind die Räume, es gibt Fenster und Ausblick nach allen vier Richtungen. Die Schatten der Fensterkreuze wandern mit der Sonne über die Tatami.

Wir waren ACHT Teilnehmer, hochgraduierte, erfahrene Leute. Ich habe über Katate dori und Jodan tsuki die Figur der sinkenden Pyramide und auch die Figur der umgedreht stürzenden Pyramide eingeführt. Dabei haben wir mit den Inneren Räumen, mit dem Körper als integerer Einheit sowie mit der energetischen Sphäre des Partners gearbeitet.

Das Hauptmotiv, das sich dabei entwickeln konnte, war die "Verflüssigung" der Ebenen Tachi-, Hanmi hantachi- und Suwari waza und also die Einheit des Raumes. - Stoff eigentlich für 5 Jahre teaching.

Hat mir großen Spaß gemacht, der kleine Höhenflug! Ich habe auch den Eindruck, dass die Teilnehmer die Anregungen genossen haben und damit in Teilen arbeiten werden.

Thank you once again for giving my students and myself a generous insight into your methodology and practice.
 

As I said, I found your mindful approach and your sensibility very empathetic with my practice. Your emphasis on relaxation and freedom of movement and response reinforced these fundamental aspects of Budo which I work on with my students. The technical expression of your practice was perhaps less familiar to my students and was, therefore, very interesting and stimulating for them.

Mini-Samurai Club eröffnet im November



Der Mini-Samurai Club - das Aikidotraining für Kinder schon ab 2 Jahren zusammen mit ihren Eltern bzw. dem Elternteil - beginnt am Mittwoch den 5. November um 17:00 Uhr.

Mira Frings
Die Leiterin des Mini-Samurai Clubs im Seishinkan ist Mira Frings, ausgebildete Seishinkai Kinderaikido Trainerin und Kunsttherapeutin.

Mira möchte, dass Kinder und ihre Eltern die Körpersprache gegenseitig verstehen lernen. Durch einen spielerischen Zugang können so unterschiedliche Menschen in Größe und Alter Möglichkeiten und Freiheiten erkunden, aber auch Grenzen erfahren - die gemeinsam geteilt werden. Bestehende Erziehungskonzepte werden durch den Kurs nicht in Frage stellt, aber wunderbar bereichert!

Der Mini-Samurai Club ist in der Größe auf 10 Kinder plus 10 Erwachsene beschränkt. Es ist wichtig, dass ein Elternteil bereit ist auch mitzumachen, damit es funktioniert.

Die erst Club beinhaltet 10 Stunden und kostet 120.- €

Zeiten: 17:00-17:50 Uhr
am Mittwoch, den 5. November, 12. November, 19. November, 26. November, 3. Dezember,
10. Dezember, 17. Dezember, 14. Januar, 21. Januar, 28.Januar

Sie können am Club auch teilnehmen, wenn Sie nicht alle Termine besuchen können.

Wir empfehlen für die Teilnahme von Kindern im Alter von 2 Jahren ein vorheriges beratendes Gespräch mit Mira Frings.
Schriftliche Anmeldungen und Fragen zum Minisamurai Club bitte hier.

Bringen Sie bitte bequeme Kleidung mit.











Aikidolehrgang für Neueinsteiger und Anfänger


In diesem Anfängerlehrgang wollen wir herausfinden, wie man einen guten Kontakt
zum Boden und zum Gegner/zum Partner entwickelt und welchen Spaß die
Auseinandersetzung machen kann ! – Einige Grundtechniken werden uns
beschäftigen, die Einblicke sowohl in der Breite als auch in der Tiefe dieser
Kampfkunst bereithalten …

Alle Übungen sind für Einsteiger und Anfänger gut geeignet.
Bitte bequeme Trainingskleidung (lange Hose) mitbringen.

Samstag, den 20. September, 11.00 - 14.00 Uhr
Wo: Alt-Bornheim 35, 60385 Frankfurt
Haltestelle: Bornheim Mitte (ca. 7 Laufminuten)
Gebühren: € 30,00
Anmeldung per Email hier

hier das Pdf zur Ausschreibung herunter laden

Seishinkai Freundschaftslehrgang in Alpen – ein gelungener Start für unsere Regionallehrgänge


Am 6 und 7. September fand am Niederrhein nicht unweit des einladenden Aikido-Zentrums Vluyn der erste Regionallehrgang des Seishinkai Verbandes unter der Leitung von Thorsten Schoo, unserem technischen Direktor, statt. Der Alpener Aikidoverein unter der Leitung von Heidrun Hoffmann und Josef  Jürgens hatte freundlicherweise die Alpener Schulsporthalle und seine Matten zur Verfügung gestellt.
Der Lehrgang war von vorneherein Verbands- und Stil übergreifend konzipiert, die Tätigkeit des Aikido-Zentrums Vluyn sollte unterstützt und das Seishinkai Aikido einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Zwei jeweils dreistündige Einheiten am Samstagnachmittag und Sonntagvormittag reichten nicht um alle vier Säulen des Seishinkai Aikidos vorzustellen, so musste das Ken-Jutsu außen vor bleiben. Dennoch haben sich die Teilnehmer aus Alpen, Kleve, Duisburg, Essen und Düsseldorf einen guten Einblick in unsere Arbeit verschaffen können. Am Samstag stand mit der ersten Säule, den Grundlagen, die Arbeit mit dem Tanto im Vordergrund. Im Unterschied zum klassischen Aikido, das einen harten Umgang mit einem Messerangriff priorisiert, stellte Thorsten eine weichere, absorbierende, eine die Bedrohlichkeit des Messers relativierende Reaktion vor. Auch der Umgang mit dem Jo am Sonntagvormittag war für die meisten Aikidoka neu. Insbesondere die Übung mit dem fließend rotierenden Stock, der sich wie ein Schutzschild um den Körper aufbaut, hatte es vielen angetan. Anschließend der weiche Umgang mit den Shomen Angriffen im Jodori, bereiteten den Boden für die Anwendung einer Vielzahl von Aikidotechniken, bei denen das entspannte Arbeiten aus der stabil, geerdeten Position heraus im Vordergrund stand.

Fazit: Ein in jeder Hinsicht gelungener Lehrgang. Das einhellige Feedback der Teilnehmer und der beiden Dojoleiter aus Alpen lassen eine Wiederauflage im kommenden Jahr als nahezu gesichert erscheinen. Beide Heidrun und Josef haben diesen Wunsch bereits geäußert und nach möglichen Terminen Ausschau gehalten.

(Hans-Werner Pitsch, Dojo-Leiter Vluyn, 2. Dan)

Auf dem Weg zum Gipfel in Hirschegg 2014


Gemeinsam sitzen wir im Auto auf dem Weg zum Sommer-Lehrgang nach Hirschegg. Wir, das sind Doris, Gordana, Bernhard und in Gedanken Krystian, der in einem anderen Auto sitzt. Wir vier sind zu einer speziellen Gemeinschaft zusammengewachsen, seitdem wir vor ca. einem Jahr beschlossen haben auf dem Sommerlehrgang 2014 die Passage zum 2. Dan abzulegen.

Zuerst war da nur die vage Idee, dann ein Entschluss, untermauert durch Gespräche mit Thorsten, Mirjam, Karolina und anderen, die uns ermutigten die Passage zum 2. Dan anzugehen. Es blieb nicht bei einem Gespräch, denn Tage und ganze Phasen des Zweifelns mischten sich in die Vorbereitung und Vorfreude. Gespräche, gegenseitiges Zureden, die Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Ansprüchen gehören offensichtlich mit zu dem Weg des Aikidoka Richtung zweiter Dan. Unsere Vierergruppe wurde eine feste Konstante in diesem Jahr, in dem wir uns gegenseitig ergänzt, unterstützt und in wechselnden Konstellationen aneinander erprobt haben.  
Weibliche und männliche Anteile trafen in ständiger Wechselwirkung aufeinander. 
Im Auto wird es mehr und mehr Wirklichkeit, noch viermal Schlafen und noch drei Tage Training bis zur Passage.

In die Anspannung mischt sich ein „Wollen“. Die wie in einem Trichter sich anhäufende Konzentration des letzten Jahres wird immer dichter und strebt dem Höhepunkt entgegen.
Wir werden getragen von der Aikido-Gemeinschaft, bekommen irgendwie besondere Beachtung und wohlwollende Aufmerksamkeit im Hinblick auf unsere anstehende Passage. Thorstens Training der nächsten drei Tage macht uns nicht mehr durch detailgenaue Technikbetrachtungen unnötig nervös, sondern erinnert und vertieft die wesentlichen Prinzipien und rückt damit unseren Fokus dorthin, wo er sein sollte.

Präsenz, Schwere, mit dem Zentrum arbeiten, gleich ob horizontal oder vertikal ausgerichtet. Die Fülle fühlen, den Punkt wahrnehmen, wo der Tropfen den gefüllten Becher zum Überfließen bringt…. Das Arbeiten an diesen Prinzipen in so hoher Konzentration direkt vor der Passage hat uns geerdet, von technischen Details abgelenkt, auf die es nur peripher ankommt, wenn der Fluss der Bewegung  ansonsten stimmt. Dennoch haben die allerletzten Trainingseinheiten vor der Passage dann  auch noch unsere Sorgen nach technischen Fragen hinreichend berücksichtigt und beantwortet. Das Trainingsmaß war ausgewogen und lies Kraft und Energie, aber keine Langeweile aufkommen.

Die Passage selbst ist wie das Ankommen am Gipfelkreuz: die Anspannung entlädt sich, die Mühe hat sich gelohnt und man erhält Ausblick und einmal mehr die Erkenntnis, dass der Weg das Ziel ist und das Ankommen am Gipfelkreuz nur den weiteren Weg der Bewegung in Aussicht stellt.
Bereits in der Vorbereitung wurde deutlich, dass die innere Entwicklung auf dem Weg zum 2. Dan ein wesentlicher Teil war, die bei allen Gemeinsamkeiten von uns Vieren, gleichzeitig sehr unterschiedlich verlaufen ist.
Zum Ausdruck seiner individuellen (Aikido-) Entwicklung ist die Möglichkeit im B-Teil gegeben, der Spielraum lässt für die Persönlichkeit jedes Einzelnen.
Das Boot bietet freie Entfaltung der Passagiere im Kontakt mit den anderen Aikidokas, krönender Abschluss jeweils die Herausforderung Thorstens Angriff zu parieren und…zu Ende zu bringen.

Schließlich gehört das abendliche Feiern auch zum inoffiziellen Abschluss der Passage, quasi ein Abrunden, um sich am nächsten Tag als 2. Dan erneut auf den Aikido-Weg zu begeben, zu neuen Einblicken in Schwere, Präsenz und Bewegung.

So ist mit der  Passage mittig der Woche zwar für uns erst mal ein Gipfel erreicht, aber nicht das Ende, sondern nur ein neuer Weg, der seinen Anfang in Hirschegg nimmt und den wir in Frankfurt und Berlin weiter beschreiten werden.
Wir bedanken uns bei Thorsten und allen Weg-Begleitern.

Doris, Gordana, Bernhard und Krystian.