Osterzeit - private Zeit, Ferienzeit

Sind wir in der Osterzeit angekommen, haben die meisten in diesem Jahr schon recht viel gearbeitet.

Abgesehen von den Dingen und Ereignissen, die wir nicht steuern konnten, sind auch diejenigen Projekte, die wir Anfang des Jahres "angeschoben" haben, seit Wochen vielleicht schon in voller Fahrt - da ist eine Auszeit willkommen und manchmal sogar nötig.

Wer in dieser Zeit dennoch im Dojo trainert, wird manchmal eine recht übersichtliche Teilnehmerzahl vorfinden. Wenn wir dann nur auf die Omote Seite schauen - die Vorderseite der Tasse - erscheint es vielleicht wie ein Energieverlust. Möglicherweise gibt es den Reflex, den "Energieverlust" irgendwie ausgleichen zu wollen. Das ist natürlich eine einseitige Betrachtungsweise.

Was wir aber machen können, ist uns anzugewöhnen, den Blick gewohnheitsmäßig von der Omote Seite auf die Ura Seite und wieder zurück schwenken zu lassen:

Wer heute nicht da ist, ist natürlich irgendwo anders und tut dort sein oder ihr Allerbestes. Es geht gar nicht anders.
Wir sind geistig alle miteinander verbunden. Alles was wir tun, wirkt sich auf alles aus. Niemand ist alleine.

Ostern ist die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu - der Untergang des alten und die Auferstehung des neuen Menschen - ein Aufwachen.

Die Kräfte dieses Feldes um die Osterzeit sind immer noch stark, auch wenn du kein Christ bist, und es ist heilsam, in dieser Zeit ein bisschen weniger Unsinn zu verzapfen, in sich zu kehren im Dojo und in der Welt.