Workshops statt "Lehrgänge" oder "Seminare"

Mit meinem Freund Francesco DESSI konnte ich anlässlich meines Mailand-Lehrganges einen wertvollen Austausch, was die überhand nehmende Flut von "Lehrgängen" und "Seminaren" fast überall in der uns bekannten Aikido Welt angeht.

Wir sind selbstverständlich nicht unbeteiligt an der Ausbildung der verschiedensten jungen Nachwuchstrainer im Aikidobereich. Unser eigener Lehrer - Christian TISSIER - ist noch weniger unbeteiligt, haben doch regelrecht vier Hände voll international erfolgreiche Aikidolehrer von Paris aus ihren Weg genommen.

Und das gilt in gleichem Maße für Endo Sensei, für Saito Sensei, Yamaguchi Sensei und etwas abgeschwächt für viele andere Aikikai Shihan. Darüberhinaus sind noch mehr inspirierte Aikido- und Kampfkunstlehrer unterwegs, die sich selbst organisieren.

Heute begegnet uns die Sehnsucht nach "Masse" bei den vielen kleinen Gruppen, die wir uns zusammentun, gemeinsame Events organisieren - vielleicht in der Ahnung, dass wir künftig zunehmend auf uns allein gestellt sein werden, in dem gleichzeitigen Wissen, dass die entstehenden Lücken schwerlich  auszufüllen sein werden.

Es gibt eine schier unübersehbare Masse an Zusammenkünften, alleine im Aikido ist das nicht mehr überschaubar; Klein- bis Kleinstveranstaltungen, die im Netz als "Seminar" oder "Lehrgang" firmieren.

Ich selbst habe meine Veranstaltungen im Dojo deswegen "Intensivtrainings" genannt. Ich denke, das ist richtiger als "Seminar". Francesco geht sogar so weit, die Veranstaltungen - sie heißen bei ihm "Workshops" - nur noch für seine eigene Gruppe zu öffnen und keine anderen mehr einzuladen - die in der Regel ohnehin nicht kommen.

Wir Verantwortlichen für den Marktplatz sollten in Zukunft mehr darüber nachdenken, wie unsere Anstrengungen am meisten dem Wohl des Menschen dienen können.

EIN ZUVIEL IST DEFINITIV ZU WENIG.